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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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merey, irgend eine Miffethat der groben oder feinen Be- >trügerey unter dem Namen der Weissagung rc. und zumalunter dem Vorwände der Magie, Zauberey u. s. f., kanndieses Recht, diesen Vorzug des Menschen nicht aufheben.

Zugabe.

Gibt eS auch ein Vermögen der Selbsterhaltnngund der Sympathie?

Wir haben denSelbstverhaltungstrieb" und densympathetischen Trieb". Wenn aber ein jeder Trieb einenKeim -- Anlage voraussetzt; so verlangt offenbar die Fol-gerichtigkeit auch das Vermögen i. der Selbsterhaltung undL. der Sympathie. DaS erstere darf, als menschlichesVermögen, von dem Geiste nicht getrennt werden, ob-wohl zunächst bey jenem Worte nur die Erhaltung desphysischen Lebens gesetzt oder gedacht ist. Und wenn einsympathetischer Zug auch dem Thiere zugeschrieben wird;so muß das menschliche Vermögen der Sympathie als einVermögen des Mitgefühls, nicht der bloßen Mit-» empfindung, gedacht werden. Die Mitempfindung kannauch im Menschen bloß natürlich entstehen, indem und wie-fern er auch ein Naturwesen ist ; und selbige schließt dieGefühllosigkeit Unsittlichkeit nicht aus. Eine Verbindungdeö Empfindungsvermögens mit dem Gefühlsvermögen mußdemnach vorausgesetzt werden, wenn sodann von menschli-cher Sympathie, der Mitfreude und dem Mitleiden (dieserArt) die Rede seyn soll. So ist das erste dieser Vermögeneine Hinweisung auf die Selbstliebe, und das andereauf die Nächstenliebe, in der bekannten Sprache desLebens; eine Hinweisung auf die Pflichten gegen die Mensch-heit in unö und im Mitmenschen; also auf den zweytenTheil der Ethik, wenn der Pflichtbegriff daö weitere Lebenund somit auch ein AeußereS betrifft.

Genug von den Vermögen des Geistes! Und findetman zu viel; so mag der bemerkte Stand unserer Wissen-