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wohl auch in dem Letzteren. Wie aber die Weissagung(eine die Zukunft betreffende Aussage des Weisen) auf dieVorhersehung folgt: so muß nach dem einen Vermögen dasandere gesetzt werden. Das Thier, das bloße, wird be-kanntlich vom Instinkte sicher geleitet, ja wohl auch mit ei-ner wunderbaren Sicherheit von demselben geführt. DemMenschen aber ward „die Vernunft" zur Führerin aufdem Pfade deö Lebens gegeben. Und diese Führung mußzugleich erworben, ja errungen werden. Nur so erglänztin der höher» Anlage die Würde der Menschheit; nur sogehört die Möglichkeit, den sichern Blick in die Zukunft zuerlangen, zum Wesen derselben, sey dann vom Sinnlichenals solchem oder von der Oberherrschaft und OffenbarungdeS Uebersinnlichen in demselben die Rede. Ohne die Ver-nunft ist, aus dem höchsten Standpunkte der Menschheitbetrachtet, auch das untere Erkenntnißvermögen nichtig.Jene muß wahrhaft vorausgesetzt seyn. Und so erscheinetbloß unter dieser Voraussetzung jene Möglichkeit oder jenesVermögen im Gebiete der Natur, so wie dann die Wirk-lichkeit zunächst auf dem Wege der länger» Erfahrung ein-tritt. Ohne die Grundlage des Unbedingtenkann überall Nichts, im Reiche der Menschheit,wahrhaft gelingen. So ist denn, ohne diesen Grund,auch „die Erwartung ähnlicher Fälle", der Schluß von dengleichen Ursachen auf gleiche Wirkungen u. s. f., auf sichereArt schlechthin unmöglich. Wie nun der Mensch, zuerstobjektiv betrachtet, am Göttlichen Theil nimmt, und ebendaher das Vermögen besitzt, sich — als Subjekt — das-selbe soweit anzueignen: so findet sich hier auch die Mög-lichkeit, zu einer stets größeren Einsicht in die Macht desGöttlichen über das Natürliche zu gelangen. Daher so-dann der idealische Denker, der Seher in diesem höherenSinne, der wahrhaft prophetische Blick und selbst die be-stimmte Vorhersagung, da und wie eben jenes Eine seineOberherrschaft im Reiche der (subjektiven) Menschheit aufjede Art geltend macht. Irgend ein Mißgriff der Schwär-