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schlossen. Nur findet fich dann nicht die bloße Empfindung«in. Und wie die Poesie mit dem Leben in einem beson-der« Zusammenhänge, eben von Seite des Gefühles, steht,und daher die poetische Sprache mit der praktischen, erbau-lichen in gewissem Maße und wenigstens in höherem Grade,als mit der wissenschaftlichen Darstellung, vereinbar ist: sogehet die Ahnung, als Eines mit dem Gefühle des Höhe-ren , Göttlichen, auch besonders in den LebenskreiS ein.Und so kräftig als schön wirkt dann hier auch die Phanta-sie zum praktischen Zwecke mit. Daher insbesondere „dieAhnung Gottes in der Natur". Wollte man aber dieseAhnung an die Stelle der Erkenntniß Gottes, im Unter-schiede von dem Nichtgöttlichen jeder Art, setzen, nachdemman etwa auf Kantische Weise das „Erkennen und Wissen"im eigentlichen Sinne auf die Körperwelt eingeschränkt hätte:dann träte bloß eine neue Art von MysticismuS ein, wieviel man auch sonst gegen die Mystik selbst sprechen möchte.Wieder ein Hauptpunkt für die Neligionsphilosophie! Undist es nicht eben so denkwürdig als naiv, daß der Kantia»nismus, obwohl nicht bey Kant, mit der sogenannten Ge-fühlsphilosophie in diesem Punkte zusammentrifft? Auchkann allerdings die Ahnung im Kreise deS Lebens nur dasSinnliche betreffen: dann ist sie mit der Empfindung nndder Phantasie auf der anderen Seite verbunden. Und auchdann ist die Ahnung von den Träumen und Einbildungen,d. i. von der Träumerey und leeren Einbildung, wohl zuunterscheiden. So gibt eS auch hier einen gesunden Sinn,einen „Takt" im Leben.
3. Noch mögen das V orhersehungS - und Weis-sagungsvermögen, so weit dieses gültig ist, berührtwerden. Auch hiebey setzen wir als bekannt voraus, waSdie empirische Psychologie aufzuweisen hat, indem unserBlick hier überall auf das Psychische als solches gerichtetwird. Diese zwey Vermögen weisen, wie man sieht, aufdas Erkenntnißvermögen zurück; zunächst aber hängen siemit dem Ahnungsvermögen zusammen. Beyde erscheinen