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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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nannt werden? Wenn aber, wie bekannt, auch das Ge-wissen ein Bewußtseyn — jenes dem Menschen als Sub-jekt in Betreff des metaphysischen Objekts gegebene — heißt;so müssen wir zuvörderst das vor der subjektiven Thätigkeithergehende, und das durch eine Thatigkeit deS Subjektsentstandene Bewußtseyn wohl unterscheiden. Letzteres istdann entweder das bloße und so ein Logisches, oder daSBewußtseyn irgend einer Sache. Verschwinden muß daherjene neue spekulative Künsteley, da man im BewußtseynWissen und Seyn oder das Ideale und Reale (— Logischennd Physische!) aufzeigen, und so dasselbe als die Einheitoder „Identität" beyder auffassen wollte. Es ist da, wieman sieht, ein bloßes Wortspiel. Und was die Sachwis-senschaft betrifft; so kann ja, vermöge solcher Grundlegung,mehr nicht entstehen als die Physik, welche—verschwindet,wo man sie als die einzige Wissenschaft dieser Art aufstellenwill: erscheinet dann nicht (wenn das Wort erlaubt ist) dieMaterialistik, wenn auch geschminkt mit eiuer Farbe derIdealistik? — Auch erhalten wir nichts Besseres, wennauf daS Aristotelische „Subjekt und Objekt", in demselbenVerstände des einen und des anderen Wortes, eine Grund-lehre unter dem Namen Syntheti'smus gebaut wird. AllesBessere, was sonst (zumal im Felde der angewandten Phi-losophie) Nachfolgen mag, ergibt sich dann nur auf Kostender Folgerichtigkeit; und es wäre nur eine wissenschaftlicheDenkwürdigkeit, wenn auch ein Gegner der Identitätsschulejene logisch grammatikalische Künsteley auö dieser, zum Be-hufe seiner Grundansicht, aufnähme*). — Dies vorausge-setzt , so dürften wir das menschliche Vorstellungsvermögenals Vermögen des BewußtseynS mit gutem Grunde unter-scheiden l. nach der objektiven und ll. nach der subjektivenAnsicht; unter diesem Gesichtspunkte aber i. formal und2. real; so wie in Betreff der Sache oder deS Realenmetaphysisch und L. physisch.

*) Oarst. d. allg. Philos. S. Z24.