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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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sonst recht Schätzbares vor, jemals mit Folgerichtigkeit dasmoralische, religiöse und selbst daS RechtS-Gefühl jumVorschein kommen? Und schlägt, bey einem Andern, auchjene Schulansicht nach, der zufolge im Kreise der mensch-lichen Subjektivität der Verstand schlechthin vor demWillen aufgcführt wird, indeß ersterer auch DorstellungS-kraft heißt: dann mag frcylich „das sogenannte Gefühl fürnichts weiter als die „dunkle Vorstellung," und folglich daöGefühlövermögen selbst für ganz überflüssig erklärt werden.Nur möchte eö dann schwer, wenn nicht unmöglich, seyn, jeneErscheinungen in Betreff einer würdigen und einer unwür-digen Individualität oder Subjektivität zu erklären. Undwie viel Tüchtiges ein solcher Lehrer, Professor und Schrift-steller, im Fache der Philosophie auch sonst Vorbringen möch-te: in Betreff der Grundlegung könnte ihm noch ein großerund besonders denkwürdiger Mißgriff begegnen, wenn erzugleich das Objektive — dem Sinnlichen erfaßt hätte, oderdoch von dem metaphysischen (übersinnlichen) Objekte unddessen Verhältnisse zu dem Subjekte nicht bestimmt ausge-gangen wäre, und.dann, was Kant in Absicht der Er-fahrung oder des Sinnes nur pädagogisch aufstellte, schlecht-hin auffaßte, so daß der Sinn zur Grundlage und hiemitzum Grunde—Sachgrunde — jedes Anderen gemacht wür-de. *) Um so weniger könnte dann gewürdigt und ganzverstanden werden, waö man neuerlich „GefühlSphilo-sophie", gegen Jacob,, genannt hat (abgesehen hier voneinem Mangel in der Grundlehre desselben!) Auch diesekritische Bemerkung wird, wie ich hoffe, unsere Lehre be-stätigen, obwohl sie erst in Verbindung mit dem Nachfol-genden über den Willen, wie dann entweder daö Gefühloder die Gefühllosigkeit folgt, völliger einleuchten kariL.Und auch das Vermögen, welches dem Willen zum Grundeliegt, muß erst wohl erkannt seyn.

) D. d. allg. Philos. S. IZ4.