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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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objektive und subjektive, d. i. in die angeborne und erwor-bene, abtheilen. Letztere fehlt offenbar einem Menschen,von dem man sagt, er habe ein verhärtetes, ja ein verstei-nertes Gemüth, indem er z. B. ganz kalt, ganz gleichgül-tig bleibt, wie schön, wie edel auch die Handlung sey, dieman ihm erzählt, oder die er, etwa besonders aufgefordert,lieSt: so Etwas berührt ihn gar nicht, oder: es rührt ihngar nicht an, d.h.„eS macht keinen Eindruck auf ihn (aufsein Gemüth)", während der Eindruck des Höheren dieserArt bey der entgegengesetzten Stimmung so auffallend ist!Und eben so wenig schlägt bey dem Unsittlichen der AnblickdeS gröblich verletzten Rechtes und selbst der grausam un-terdrückten oder mißhandelten Unschuld irgend einen FunkendeS schöneren Unwillens: er bleibt gefühllos, unem-pfänglich für jeden Eindruck dieser Art, indirekter wie di«rekter Weise: indcß ein Anderer, jeder Würdige, durch soEtwas „empört" wird. Komme nun auch eine Empfin-dung hinzu, indem z. B. die schöne That, die man lieStoder hört, erfreuet, entzücket: daS Gefühl ist dennoch daSErste, indem eö bestimmt und auf trennende Art jener Ge-fühllosigkeit entgegensteht, welche, mit der Unstttlichkeitselbst verbunden oder zusammensallend, keine bloße Ber-neinung ist wie bey einem menschlichen Wesen, das nochganz unentwickelt, oder in dem die KnoSpe der Menschheitwieder verschlossen ist. DaS unmündige Kind hat noch keinGefühl: aber es heißt nicht gefühllos (wie jener). Woherdiese Sprache? Und warum wird ihm, sowie es sich äußert, dieEmpfindung schon zugeschrieben? Nämlich die bloße! —DieBeziehung und (so weit) die Beschränkung deS Gefühlsver-mögenS auf das übersinnliche Gebiet, auf das überphysischeoder metaphysische Objekt, scheinet daher vollommen gültig.Aber freylich wenn die alte Schulsetzung: „Objekt -- daSAeußere, Physische," noch immer als die einzige gilt undnachschlägt wie in der berührten Zeitschrift; so kann dieseAnsicht von dem Gefühlsvermögen nicht wohl einleuchten.Aber wie mag dann, komme auch (wie in jenem Aufsatze)