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fetzt jene voraus. Und wie das Vermögen des Übersinnli-chen, oder „das Göttliche zu vernehmen," weder ein Logi-sches noch ein Physisches (weder Denk - noch Naturvermö-gen) ist: so muß eS ja ein Metaphysisches oder Ueberphysi-scheS scyn, und folglich selbst für ein Göttliches erkanntwerden. Eine neue dogmatistrende Mystik ist sonach, wieeine ältere, mit sich selber im Widerspruche, wenn sie» denMenschen von dem bloßen Naturwesen nicht bloß dem Gradenach unterscheidend, den Satz ausstcllte: „der Mensch" (alssolcher!) „hat kein Göttliches in sich, wohl aber eine Em-pfänglichkeit dafür, das Vermögen, eS zu vernehmen und
München (wo der Derf. damals lebte und lehrte) gerufen alsMitglied der k. Akademie der Wissenschaften, setzte Jac. desDerf. Ansicht, daß wir die Vernunft nur als das Uebersinnlicheauffassen müßten, besonders das „Absichtliche" entgegen,wie man dies auch dem Unsittlichen ( Unvernünftigen ) zugebenmüßte. Dies nannte er Vernunft. Wie er aber in jene Ansichtmehr eingegangen, sagte dem Vers. Jac. würdiger Freund,der vortreffliche Geh. Rath Schenk. Ueber sein Ver-hältniß zu diesem Unvergeßlichen findet sich etwas in des Derf.D- d. Moralphilos. Zte Aufl. S. S6Z, und in der Vorrede zur2ten Aufl. d. allg. Philos. S. VII. Diese Erinnerungist mir ja ewig theuer, auch mit Rücksicht auf den dama-ligen Stand und Gang der Aufklärung in Bayern:welche Aussichten, welche schöne Hoffnungen zeigte mir, in somancher abendlichen Unterhaltung, dieser Unvergeßliche in denJahren 180t bis iLvz oder noch etwas länger! — Uebrigcnsgab der Verf. seine Bestimmung keineswegs für ein völlig Neu-es: er zeigte vielmehr, wie jene reale Bedeutung des WortesVernunft neben der formalen (die bekanntlich in der LeibnitzischrWvlfischen Schule ausschließend herrschte) sich herausbildete, undwie besonders Jac. selbst sie vorbereitete, z. B. in dem Aufsatze(gegen Nicolai): „Ueber eine Vernunft, >die nicht dieVernunft ist," im Deutschen Museum 1768. Und wenn indieser Anmerkung sonst Etwas aufgefallen; so bedenke man, obes nicht Umstände geben könne, wo die Wahrheit und Ge-rechtigkeit eine solche Mittheilung (wen auch irgend Et-was betreffe!) wohl fordern möge?