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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Vernunft, wenn der gedachte Hinblick auf das Subjekt hin-zukommt, und so dieselbe als ,,Vermögen" erscheinet; wodenn auch die Etymologie („das Göttliche zu verneh-men") unserer Wissenschaft wohl dienen würde. Da je-doch bisher noch keines jener Worte soweit gebräuchlich odergeltend geworden, und hingegen das Wort Vernunft bereitsauch in jener Bedeutung, wenn auch sonst mit Unbestimmt-heit bey dem bekannten Nachschlage deS Intellektualismus,in vielen guten Schriften und selbst in der Lebenssprachevorkommt; so gibt eS wohl, um dem Mißverstände undWortstreite vorzubeugen, kein anderes Mittel als die Un-terscheidung: s) ist die Ansicht bloß objektiv, indemder Mensch neben dem bloß physischen Wesen, im Unter-schiede davon und so als metaphysische Substanz oder Geistin diesem Sinne, betrachtet wird; dann ist oder heißt dieVernunft selbst das Göttliche, nämlich im Menschen,wie, mit Unbeschränktheit, das Göttliche — Gott: l>) istaber die Ansicht von dem menschlichen Geiste, oder von demMenschen als metaphysischem Objekte in solchem Gegensätzemit dem bloß physischen, von der besagten Hinsicht ausdas Subjekt begleitet; dann heißt und ist die Vernunftzugleich dieses Vermögen *). Aber diese Bestimmung

») M. s. Jacobi's Werke. B. 2, S. 221, Anmerk., vgl. mitdes Verf. „Erläuterung einiger Hauptpunkte der Philosophie"S. 25 bis ZZ. Um den prüfenden Blick desto mehr auf diesenHauptpunkt hinzuleiten, mag der Zusatz erlaubt seyn: Laut ei-ner Handschrift, welche Jac. dem Derf. sowohl als einem Lehr-genvssen desselben zur Einsicht und Prüfung mittheilte, fand ereben dort „treffliche Bemerkungen"; er nahm offenbar, am ge-nannten Orte, jene Grundbestimmung auf. Daß aber sodannjene Schrift nicht einmal angeführt wurde, indeß er übrigens somanche, von diesem und jenem Andern, anführte; dies hatte ei-nen besonder», äußern Grund, welcher an diesem Orte nicht ge-nannt werden darf. — Zu demselben Zwecke und besonders mitRücksicht auf den Gang wissenschaftlicher Kultur inBetreff der Philosohie auch dieses: Im Jahre I8v5 nach