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in sich aufzunehmen" u. d. gk. Also dieses Vermögen istselbst ein Göttliches, wie ein Beschränktes. Aber dasGöttliche, welches vernommen oder angekündigt wird, istdas unbeschrankte sowohl als das beschränkte, so wie dennletzteres in der Moralphilosophie, und elfteres in der Ne-ligionsphilosophie besonders zur Sprache kommen wird, undwie dann insbesondere dort mit dem Selbstbcwußtseyn dasSelbstgefühl --- Ehrgefühl, und hier mit dem Gottesbewußt-seyn das Gefühl der Gottheit -- Gottseligkeit auftretensoll.
II. Das zweyte Vermögen muß wohl, in Ermange-lung eines andern Wortes, das Gefühlsvermögen ge-nannt werden, wahrend die Empfindung, obwohl nicht ebenso bestimmt oder ausdrücklich das Empfindungsvermögen,auch dem belebten Nalurwesen und insbesondere dem Thierezugeschrieben wird. Wenn auch (wie jüngsthin) ein sonsttrefflicher Denker und Schriftsteller jetzo das Fühlen aufdas Körperliche, und das Empfinden hingegen auf das Gei-stige beziehen wollte: sein Vorschlag, sein Wortgebrauchkönnte wohl nimmermehr durchdringen, spräche auch Her-der („Ueber das Empfinden") für ihn, und sollte auchdiesem zufolge die etymologische Erklärung austreten: „Em-pfinden heißt in sich finden." Wohin deuten schon jeneWorte (Selbstgefühl re.), so verbreitet im Lande der Wis-senschaft sowohl als im Lebenskreise unter den Gebildeten?!Wer sagt: ein gefühlloses Thier? Und wie bekannt istdagegen dieses Beywort in der Rede von dem (einem) Men-schen, den man als einen Unwürdigen oder Unvernünftigenselbst im höheren Grade bezeichnen will!
Das Gefühls - oder, wie man ehedem schrieb, Ge-fühlvermögen ist jüngsthin ganz besonders in Fragegekommen: sein Daseyn selbst ward bestritten und verthei-digt. 2» eigenen Schriften und in Literatur-Zeitungen,wie in andern Zeitschriften, z. B. in der „Zeitschrift fürAnthropologie von Friede. Nasse", ist dieser Fragepunktmit ganz besonderm Ernste vorgekommen.