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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Geiste als solchem nicht aufgehoben. Der Geist ist ja Sub-stanz, erhält sein Wesen und Seyn keineswegs erst durchVerbindung mit einem Anderen, — ist auch Substanz undzwar die erste! Auch diese Lehre erscheint demnach wohlbegründet, sobald nur die Sache wohl erkannt ist, undzwar (waS immerhin entscheidet!) zunächst im Gegensätzemit der Grundansicht oder Grundlegung des Naturalisten,wie dieser nächst dem logischen Geiste überall keinen an-deren zuläßt als den physischen, und dann nothwendig, so»bald die Sachfrage entsteht, den physischen Geist dem logi-schen, d. h. die Natur dem Verstände zum Grunde legt.

Wie die metaphysische Substanz *), so kann nunmehrauch der Geist überhaupt ausgestellt werden. Jede Ein»theilung, jede weitere wissenschaftliche Bestimmung, dievon jenem Grunde auSgehet, hat sodann nicht minder ob»jektive Gültigkeit. So unterscheiden wir I. den unendlichenund endlichen — bestimmter: den unbeschränkten und be-schränkten, den vollkommenen und nicht - vollkommenen —Geist, also den Ur- und Nachgeist, wenn dieser Ausdruckgemäß dem Ur - und Nachbilde erlaubt ist; II. den reinenoder „puren" und den mit einem Körper verbundenenGeist; Hl. den reinen Geist mit Unbeschränktheit und mitBeschränktheit, d. i. Gott und den Engel, so wie auch die-ses Wort bloß der Sache zugedacht ist, und wie folglichhiebey von jeder positiven Bestimmung, welche der Theolo-gie angehört, abgesehen wird; IV. den beschränkten Geistals reinen und einem Körper einwohnenden, d. i. als En-gel und menschlichen Geist, und zwar so, daß, wo immerauf einem andern Planeten Geister mit einem Nichtgeisti-gen verbunden sind, dieselben mit dem Menschengeist aufEine Linie gestellt — in Eine Kategorie, der Sache nachauf jeder Seite, gesetzt werden; V. den beschränkten, jeder

9 Oarst. d. allgem. Philos. S. 55.