schlechthin als Tiefe, als Wahrheit und Wissenschaft auf.-ringen: dann müssen wir eS abweisen als MysticismuS,als Einseitigkeit und, in seinem Fortgange, selbst als gro-ben und verderblichen Irrthum. — Fast allein im erbauli.chen Vortrage galt ehedem diese Bedeutung des WortesGeist, die vernünftige in solchem Unterschiede von der bloßverständigen sowohl als der sinnlichen *). Unter den Kul- >tivirtern herrschte beynahe auöschließend die verständige, imGebiete der Wissenschaft sowohl als in den Kreisen des so-genannten höheren Lebens. Und eö war beynahe Ton, je-ne tiefere, die man freylich nicht kannte, den Predigten,Gebethbüchern oder wenigstens der Theologie zu überlassen.Ja sie wurde wohl auch geradezu in den Volkskreis hinab-gewiesen, wenn nicht gar für die Sache der Ungebildetenund hiemit deS Pöbels erklärt. Im besten Falle war die-selbe nur vorausgesetzt. Und die Bessern mußten sie miteinem anderen Worte bezeichnen, während der Verstand(inlellectus) dergestalt unter dem Worte Geist auftrat undherrschte. Allein in der neueren Zeit, vermöge einer wohl-thätigen Rückwirkung gegen den Intellektualismus, erhobsich auf deutschem Boden da und dort jener tiefere Sinn.Daher r) im Gebiete der Wissenschaft das rationalePrincip im Gegensätze mit dem irrationalen, währendjenes auch das gute Princip, in dieser tiefen, reinpraktischenBedeutung hieß, --- dem guten Geiste: so erscheint dieVernunft im Subjekte verwirklicht; und, was zugleich her-vorging, das Licht- und Lebensprincip im Gegensätze mitjenem der Finsterniß und des Todeö ist offenbar mit diesem
*) Wem eine alte Schulsprache kräftiger uns ansprechender klingt,der mag sagen: i) die rationelle, 2) die intellektuelle und Z) diesensuelle. Doch ist hier schon größere Bestimmtheit; denn nurzu oft ward ehedem das Intellektuelle mit dem Rationellen ver-wechselt, z. B. die intellektuelle Welt der übersinnlichen oderBernunstwelt.