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Erklärung oder, wenn man will, Definition des Geistes istohne Zweifel bereits ansprechend und soweit genügend fürJedweden, der das Reale nicht bloß iui Sinnlichen findet,und daher, wie das Ueberfinnliche für eine Leerheit, so dieMetaphysik für die hohle Wissenschaft erklärt. Immer ist,was zuerst in dieser Hinsicht entscheidet, der Gegensatzder Philosophie mit dem Materialismus; einGegensatz, der so recht trennend oder absolut erscheint!
Aber ein solcher Gegensatz findet sich zunächst keines-wegs zwischen Geist und Materie. Dieser Gegensatz istbloß unterscheidend, obwohl einen realen oder — waö, rechtverstanden, Eines ist — wesentlichen Unterschied ausspre-chend. Gegen ein so kühnes als täuschendes Blendwerkder Identitätslehre muß dieser Punkt recht erfaßt seyn, undstets im Auge behalten werden. Der nicht allein unterschei-dende, sondern auch trennende Gegensatz tritt erst dadurchein, daß man alle Realität in die Materie setzt, wo dannder sogenannte Geist zu einem bloß Denkenden und folg-lich von diesem Stoffe Abhängigen herabfinkt. So standensich ehedem schon der Spiritualismus und der Mate-rialismus feindlich entgegen, da unter dem ersterenWorte die platonische Bedeutung, wenn auch nur im dunk-lern Gefühle, wirklich vordrang, mochte auch sonst die ari-stotelische Verstandesansicht obsiegen. „ Geist und Materie"— diese Setzung ist demnach keineswegs ganz Eines mitjener: Denken und Materie. Denn das Denken istnur ein Formales, so wie eben die Logik Denklehre. Undes ist eben jener Intellektualismus, welcher das Denkensolchergestalt als das Erste, welches den Geist von der Ma-terie unterscheide, hervorhob. Nein, s) das Denken oderFormale, heiße es auch das Verständige, hat gleich demSinnlichen nur bedingten Werth, und gehört, wenn gleichnur soweit, mit demselben in Eine Klaffe; und I,) diesesFormale gehet sogar bey einigen Thieren unverkennbar, ob-wohl mechanisirt, hervor, wie eben die Thierlehre — Zoolo-gie — hierüber die sprechendsten Belege aufstellt.