wie das Göttliche (überhaupt); eine Sprache, die neuer-lich auf deutschem Boden so geltend und vorherrschend ward(abgesehen von einer mitlaufenden idealistischen Spielerey,welche diesen schöneren Gewinn unserem Auge nimmermehrentrücken soll)! — DaS Unbedingte und das Göttliche sinddemnach Eins. Und indem auf solche Art die metaphysischeBedeutung vordringt, während zugleich die Logik der Meta-physik dient, und jener grammatikalische Sinn auf der ei-nen Seite hinzukommt; so ergibt sich die doppelte, wissen-schaftliche Bestimmung: 1) das Eine Unbedingte, oder dasUnbedingte überhaupt, und 2) das Unbedingte in das «»be-schränke und beschränkte unterschieden oder abgetheilt. Folg-lich ist das Humane, im gedachten Sinne, s) nach Nro. i.dem Absoluten gleich, d. h. es ist ein Unbedingtes, Gött-liches ; aber b) nach Nro. 2- verhält sich das Humane zudem Absoluten wie das Eben- oder Nachbild zu dem Ur-bilde, sobald unter dem Absoluten das Eine erfaßt wird,welches eben sowohl unbeschränkt als unbedingt ist.
Bey solchem Blick auf den Gang unserer Bildungdürfte auch diese Unterscheidung, diese wissenschaftliche Be-stimmung des Absoluten, als eine Hauptunterscheidung, jaals ein Punkt von der ersten Wichtigkeit für die Wissenschaftund hiermit für die Erkenntniß der Wahrheit erscheinen.Denn waS muß erfolgen, wenn jene grammatikalische Be,deutung vortritt und allein entscheidet, wenn sonach das Ab-solute bloß und schlechthin — dem Unbegränzten, Vollende-ten, Vollkommenen u. s. w. genommen wird? Also was er-folget in Bezug auf den Menschen, wenn ihm nun dasselbeentweder abgesprochen oder zugesprochen wird? Dann wirder offenbar entweder i) zum Thiere hinab-, oder 2) zumGotte hinaufgeseßt. Es versteht sich: zum bloßen Thiere,zum bloßen Naturwesen, wie erhoben oder — erhaben inseiner Art, wie gesteigert und verständig dann auch immerein solches Wesen seyn mag. Und wozu, da er nimmer-mehr zu einem Gott oder zum Gotte erwachsen kann, —wozu sinket oder fällt er dann hinab?