66
und subjektiven Menschen nicht unterscheidet. So trägt sieauf jenen über, was nur von diesem gelten kann, — wennsich der Wille vom Göttlichen abwendet. Nicht einmal zwi-schen dem physischen und moralischen Falle wird, bey derunbestimmten und ewigen (stets wiederkehrcnden) Nede vonder „gefallenen Menschheit", jemals unterschieden. Undwird vollends, wie neuerlich von mehr als Einem, auch hie-bey „ein Geheimniß" angenommen, da man sich mitdem ethischen Grundbegriffe, mit dem einfachen, gesundenMenschenverstände selbst im Widerstreit und daher im Ge-dränge befindet: so gebe man wohl Acht, ob dann nichtbesonders hiebey der vorhin bemerkte Fall eintrctcn müsse,also — wenn eS der Wissenschaft erlaubt ist, das Ergebnißganz aussprechen — ob dann nicht die Konsequenz selbst indas Irren- oder Narrenhaus führe, hat man je den Muth,dieselbe durchzuführen ?!
So könnten wir denn auch die göttliche Naturüberhaupt aufstellen, abgetheilt in die unendliche undendliche, d. h. unbeschränkte und beschränkte, oder: voll-kommene und nicht» vollkommene; nur dürften wir nichtsagen: in die göttliche und menschliche, weil da vonSeite des Wortes (wäre der Ausdruck gleich der Sachenach richtig) ein trübender Schein entstehen könnte. Diegöttliche Natur ist demnach — Vernunft, vorausgesetzt, daßman dieses Wort nur in der — metaphysisch — realen Be-deutung nehme *). Aber die Natur, dieses Wort, ist hierunstreitig auf jeder Seite eine Metapher! Bestreiten könntediesen Begriff nur ein Naturalist, z. B. der, welcher mitdem Identitätslehrer den Satz aufstellte: „Zn Gott ist auch
') Waltet dagegen noch ein Zweifel ob; so möge ja — da ebendie Sache so wichtig ist, und auch dieses Wort so oft gebrauchtwird — wohl geprüft werden, waS über die Vernunft, so wieüber das Metaphysische, in der Oarst. d. allgem. Philos. gesagtist: S. 266—270.