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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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und subjektiven Menschen nicht unterscheidet. So trägt sieauf jenen über, was nur von diesem gelten kann, wennsich der Wille vom Göttlichen abwendet. Nicht einmal zwi-schen dem physischen und moralischen Falle wird, bey derunbestimmten und ewigen (stets wiederkehrcnden) Nede vondergefallenen Menschheit", jemals unterschieden. Undwird vollends, wie neuerlich von mehr als Einem, auch hie-beyein Geheimniß" angenommen, da man sich mitdem ethischen Grundbegriffe, mit dem einfachen, gesundenMenschenverstände selbst im Widerstreit und daher im Ge-dränge befindet: so gebe man wohl Acht, ob dann nichtbesonders hiebey der vorhin bemerkte Fall eintrctcn müsse,also wenn eS der Wissenschaft erlaubt ist, das Ergebnißganz aussprechen ob dann nicht die Konsequenz selbst indas Irren- oder Narrenhaus führe, hat man je den Muth,dieselbe durchzuführen ?!

So könnten wir denn auch die göttliche Naturüberhaupt aufstellen, abgetheilt in die unendliche undendliche, d. h. unbeschränkte und beschränkte, oder: voll-kommene und nicht» vollkommene; nur dürften wir nichtsagen: in die göttliche und menschliche, weil da vonSeite des Wortes (wäre der Ausdruck gleich der Sachenach richtig) ein trübender Schein entstehen könnte. Diegöttliche Natur ist demnach Vernunft, vorausgesetzt, daßman dieses Wort nur in der metaphysisch realen Be-deutung nehme *). Aber die Natur, dieses Wort, ist hierunstreitig auf jeder Seite eine Metapher! Bestreiten könntediesen Begriff nur ein Naturalist, z. B. der, welcher mitdem Identitätslehrer den Satz aufstellte:Zn Gott ist auch

') Waltet dagegen noch ein Zweifel ob; so möge ja da ebendie Sache so wichtig ist, und auch dieses Wort so oft gebrauchtwird wohl geprüft werden, waS über die Vernunft, so wieüber das Metaphysische, in der Oarst. d. allgem. Philos. gesagtist: S. 266270.