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jüngsthin stark gegen diese Lehre gesprochen. Der Jesuit undder Protestant sind da ganz einig. Auch dem letzteren istdie gedachte, reale oder wesentliche Einheit so viel als „dieIdentität deS Menschen mit Gott"; und wer möchte laug-nen, daß, wer diese behauptet, den Menschen vergöttere,und folglich die Menschheit, da sie nimmermehr zu der Gott»heit erwachsen kann, nicht minder aufhebe als der Natura-list? Irrdeß waltet hier ein Mißverstand ob, der, meinesWissens, daher kommt, weil man daö Beywort ,, wesent-lich" — wesentliche Einheit, wesentliche Verschiedenheit —in mehr als Einer Bedeutung nehmen kann und wohl auchzu nehmen pflegt; I. wie der Mensch von dem bloßen Thierewesentlich verschieden ist, so — ist er mit Gott wesentlichEins; und H. wie Gott Eigenschaften hat, welche zu sei-nem Wesen (oder zu seiner Wesenheit?) gehören, und demMenschen schlechterdings nicht zukommen: so ist die Mensch-heit von der Gottheit, mithin auch diese von jener, wesent-lich verschieden *). Aber bey dieser Verschiedenheit bestehtjene Einheit — Sacheinheit, zufolge der besagten Grund-bestimmung in Betreff des Sachlichen. Und jener Mißver-stand kann, meines Erachtens, nimmermehr ganz gehobenwerden, wofern nicht zuvörderst diese wissenschaftliche Be-stimmung wohl erfaßt und festgehalten wird: Es gibt ur-sprünglich nur zwey — zweyerley — Sachen! Das Wei-tere gegen die besagte Vergötterung des Menschen, verstehtsich dann von selbst, und kommt auch an seinem Orte be-sonders vor, indem die NeligionSphilosophie als Lehre vonder Schöpfung zeigt, daß und >yie daö Göttliche im Men-schen 1) ein Beschranktes, und 2) ein Gegebenes ist. Werhingegen hier das Hauptwort, Geschöpf, zuerst auffaffen,
») Darst. d. allg. Philos. S. 62—6z: wohl einer der wichtigstenPunkte! — Man vergleiche, gegen jene Vorstellung in denWiener Jahrb. v. Lit., die „Versuche über Supernat. undMysticismuS" S. 390—594.