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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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dies, I. die Gnade der Natur wie den Himmel der Erde,ja wohl auch der Hölle, entgegensetzt, 2- zugleich von derNatur Gottes, ja selbst von der Vereinigung der göttlichenNatur mit der menschlichen redet, und Z. sogar (wie be-kannt) Etwas, das über alle Natur gehen soll, unter demNamen deS Uebernatürlichen aufführt. Welche Verwirrungkann und muß da einrcißen, wofern man nicht die vor-hin *) gedachten zwey Bedeutungen, die eigentliche und dieuneigentliche, bestimmt unterscheidet? DaS Gemische unddaö Blendwerk muß nunmehr desto größer werden, da, wiebekannt, dieNatur" jetzt ein Modewort ist. Selbst dieMaturs NÄlüirgns" und diel^slurs nglurals" einer al»tern Scholastik konnte da jüngsthin wieder ausgeführt undsogar als das Tiefste vorgestellt werden, ist gleich die alteRede, im besten Falle, nichts weiter als eine Art von scho-lastisch eingekleideter und verhüllter Poesie, und soweit mitso mancher Ausgeburt der neuesten, deutschen Zdealistikganz Eins. Nur die schönere Sprache zeichnet diese aus.Und wie sich neuerlich die Mystik, auch die dogmatisirende,zugleich erhob; so kam auch jene theologische Scholastikwieder. Die Acsthetik selbst mußte sich mit der Mystik ver-binden, um dem alten Gebilde ein neues, schöneres Kleidanzuziehen. Wie aber diese Mystik die Menschheit mitdem Verfalle oder Abfalle verbunden hatte: so konnte destoeher selbst jene Politik, welcher daS Uebernatürliche oderGöttliche im Menschen ein Dorn im Auge ist, mit derselbenin Bund treten. Dasjenige, was ein Gemeingut allermenschlichen Wesen ist, und folglich den ursprünglichenNechtSgrund bildet, war dann (wenigstens so weit) aufge-hoben.Die hohen, vornehmen und edeln Naturen" konn-

*) In der Einleitung. Wem das hier Gesagte nicht völlig ge-nügt: der sehe über einen Gegenstand, welcher theils ansich, theils in Absicht auf unsere Zeit von so ausgezeichneterWichtigkeit ist in der D. d. allg. Philos. S. 249 bis 260.