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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Materialismus. Und was den subjektiven Menschen selbstbetrifft; so genüget dann nimmermehr das bloße, frommeWort. Denn worin liegt der Unterschied, wenn der Menschüberall nur als Gefäß oder Maschine vorgestellt wird, sageman sodann hiebey: der Gottheit oder der Natur?! Undwoher dann noch, bey allem gemüthlichen oder frommenGerede, irgend «in Kennzeichen, ein wissenschaftliches Kri-terion von Gott oder dem (wahrhaft) Göttlichen? Wohlein Hauptpunkt und die wichtigste Aufgabe der NeligionS»Wissenschaft!

Betrachten wir auf solche Art den Menschen weiter;so mag auch, mit Hinsicht auf diesen Schauplatz seinerThätigkeit, das irdische Vernunftwesen erscheinen.Allerdings ist diese Erklärung schon bestimmter und vollstän-diger , als jene: ein endliches Vernunftwesen. Auch tritthiebey die Analogie ein, welche auf andern Planeten ähn-liche Wesen, d. i. endliche Geister oder moralische Geschöpfe,annimmt. Allein das Irdische ist doch Eins mit dem Sinn-lichen. Und daher die ganz bestimmte Erklärung, entwe-der: s) der Mensch ist das sinnlich-vernünftige We-sen, nach der aufsteigenden Linie und somit auö dem Ge-sichtspunkte des PädagogikerS, oder: l>) der Mensch ist dasvernünftig-sinnliche Wesen, nach der herabsteigen-den Linie und folglich wieder aus dem Gesichtspunkte dcöMetaphysikers betrachtet.

Auf solche Art ist auch die Sinnlichkeit noch als Anlagebetrachtet. Und so erscheint dieselbe nur als eine Modifikationder menschlichen Endlichkeit oder Beschränktheit, so wie aufder anderen Seite als Stoff, Anlaß und Mittel der hö-her«, vernünftigen Thätigkeit, wie dann im Kreise der sub-jektiven Menschheit wenn diese Thätigkeit nicht fehlet>daö Göttliche, Uebersinnliche, seine Macht und dadurch seineWürde offenbart in dem Sinnlichen. So wenig findet sichzwischen beyden ein feindlicher (absoluter) Gegensatz. Würde aber nun vollends Ton, auch in der Philosophie vonderErbsünde" zu sprechen; und wollte nun eine neue