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eine Definition desselben auögeben wollte: der würde aller-dings dem wissenschaftlichen Denker keineswegs genügen.Allein wem, dem nicht jede ächte Vorbildung fehlt, istnicht jene reale Verbindung deS Menschen mit Gott bereitsansprechend, einleuchtend und soweit verständlich? Ja, wemerglänzt da nicht besonders die Würde des Menschen? Nurihm, nicht dem bloßen Naturwesen, kommt (nach Plato)ein Göttliches zu, im realen oder eigentlichen Sinne deSWorts. Und nur dieser Sinn kann in der Wissenschaftgelten: weder die poetische Spielerey mit dem Worte, nochdie materialistische oder politische Entweihung desselben sollhier eintreten! Aber dem Rechte der Poesie an ihrem Ortetritt diese Erklärung keineswegs zu nahe. — Uebrigens ist,wie man sieht, der Mensch hier bloß objektiv erfaßt. Nichtwas Dieser und Jener, sondern waö Zeder ist, kommt dain Betrachtung; eine Erinnerung, die nicht überflüssigscheint, da ein neuer MysticiömuS — d. i. der alte, aber mitneuen, ästhetischen Formeln verbrämt — den subjektiven Men-schen in der Gestalt des ungöttlichen (unsittlichen), oder we-nigstens deS „gefallenen," so leicht unterschiebt, auftretend,wie bekannt, mit neuem Muthe und neuem Ansehen aufdeutschem Boden, nach so manchem Vorspiele einseitigerAufklärung und Wissenschaft. Unbeschadet so vielem Bes-sern, was deutscher Geist und deutsche Kraft zu gleicher Zeithervorgebracht hat, sey dies bemerkt! Wer mag jedoch läug-nen, daß auch diese Einseitigkeit, dieser Formalismus undwohl auch die mit dieser Verständigkeit oder Verstandeskul-tur verbundene Unsittlichkeit jenes Extrem wiederum hervor-gerufen und begünstigt haben? Und auch hier soll dasWahre, das Tiefere, was der Mystik nicht nur im Gegen-sätze mit der Sophistik, sondern auch mit der bloßen, kal-ten Verständigkeit zunächst inwohnt, keineswegs verkanntwerden. Allein darum bleibt eS nicht minder wahr, daßselbige in ihrem Fortgange, auf ihrer mangelhaften, ungül-tigen Seite, und so eingreifend als MysticismuS, kraftder Konsequenz den Menschen nicht weniger aufhebt als der