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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Dinge den sinnlichen, physischen, und 2) die endlichenGeister, die sonach allerdings auch endliche Dinge, abernicht in jener Bedeutung, sind! Und es kann folglich ge-sagt werden: die endlichen Geister sind jedesmal auch end-liche Dinge, aber nicht umgekehrt! Vielleicht hat keineZweydrutigkeit so viel Mißverstand und Wortstreit, wie diese,hervorgebracht. Und noch immer spielt dieser Wechselbalg,wenigstens da und dort, in der deutschen Wissenschaft.Dieselbe Bewandtniß hat auf -er anderen Seite mitdem Unendlichen. Im Vergleiche mit dem Sinnlichen er-scheint der Geist oder die Vernunft des Menschen als einUnendliches; ja, das Vernunftwesen und das unendliche We-sen sind da ganz Eines. Aber dieselbe Vernunft heißt auchdie endliche, und nur Gott ist das unendliche Vernunftwe-sen. Wie wäre nun die Bestimmtheit und Deutlichkeit mög,lich, wofern man nicht das Unbedingte von dem Unbe-schrankten bestimmt unterschiede? Dieses setzt dann jenesvoraus. Und indem das Unendliche dem letzteren auf-tritt, wird von der ersteren Bedeutung so weit ganz abge-sehen, als dieselbe nun durch ein eigenes Wort ausgedrücktwird:Dernunftwesen" oder, waö dem Vorhergehenden zu-folge Eines ist,Geist." Was aber den endlichen Geistmit dem (Einen) unendlichen verbindet, ist eben daS Unbe-dingte dem Göttlichen in der weitern Bedeutung. Da-her, kraft der Idee, eine innere, reale Verbindung derMenschheit mit Gott!

Uud hierauf gründet sich die objektive Gültigkeit unse-rer Vorstellung von dem Menschen als Eben» oder Nach-bilde der Gottheit, so wie das Ur - und Vorbild (Ideal) inGott erscheinet. Aber auch diese Rede findet hier nur so-weit Statt, als die allgemeine, idealische Ansicht und Be-stimmung vortreten darf. Das Nähere ob und beson-ders was Gott ftp? bleibet stets Vorbehalten der Reli-gionsphilosophie. Und wer den Ausspruch:der Mensch istdas Ebenbild Gottes," für eine wissenschaftliche Beantwor-tung der Frage:was ist der Mensch?" und sonach für