dadurch bestimmt — auch ein thierischeS Denken, mit der-selben Unordnung und Zerrüttung, sey auch dasselbe, wiez. B. bey dem feinern und raffinirenden Wollüstlinge, so-phistisch gewandt und ästhetisch übertüncht. UebrigenS heißtein Solcher 1) „kein Mensch oder ein Unmensch, deö schö-nen Namens Mensch nicht würdig" u. s. w., — nach derIdee oder idealischen Ansicht, und 2) zugleich „ein Mensch"auch als Subjekt, aber ein böser, unsittlicher" — nach derethischen Ansicht oder dem FreyheitSbegriffe; eine Unter-scheidung, welcher an ihrem Orte, in der Moralphilosophie,die weitere Auszeichnung oder Ausführung gebührt.
Was ist aber wohl ein Thiermensch? Der Unsitt-liche, an dem die Versunkenheit in das Sinnliche besonder-auffallend ist oder auch der völlig (ganz) Wilde, dem ebenjede Möglichkeit sich zu bilden versagt war? Wenigsten-findet fich da ein wesentlicher Unterschied, zumal wenn derUngebildete nur ein „Naturmensch" genannt wird. Undwesentlich verschiedene Dinge mit Einem und demselben Wortezu bezeichnen, ist bekanntlich durch ein Grundgesetz der Wis-senschaft selbst verboten. Auch dürfte bey solcher Zusammen-setzung, des ThiereS mit dem Menschen, auf den letzterenleicht ein Schatten fallen, der mit jener idealischen Ansicht,indem sie auch nur ingeheim sich erhöbe, in Widerstreit träte.Wie mag überdies ein Wesen, an welchem nur die Men-schengestalt erscheint, Mensch genannt werden? Die Knospeder eigentlichen Menschheit, kraft der Zdee, ist ja in einemsolchen Wesen noch gar nicht aufgegangen. Nur ob-
jektiv betrachtet, also nur der Anlage nach, kann selbige-Mensch heißen. Aber es ist ja von gewissen Erscheinungen oderAeußerungen desselben die Nede! Oder soll auch hier dieGestalt, wie in jener theologischen (hypertheologischen) Er-klärung, das Menschliche ausmachen?— Wird hingegen derUnsittliche auch Mensch, aber ein böser, lasterhafter u. s. w.,genannt: so fallt eben auf das Beywort der Nachdruck;und das Hauptwort wird allein so weit gebraucht, als je-nes Objektive und hiemit insbesondere die Freyheit, wie sol-