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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
Entstehung
Seite
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Vernunft einmal die reale Bedeutung erhalten hat: nachwelchem Gesetze der Logik mag dann die formale oder lo-gische mit demselben verknüpft werden? Ja wie könntenReales und Formales (Was und Wie) als Arten EinerGattung vorgestellt, wie könnte die Eine Vernunft etwamit dem logischen Ausdruckedie Vernunft überhaupt", aufsolche Art unterschieden und abgetheilt werden??

Wollte man aber den menschlichen Geist nicht zuvör-derst unter dem Gesichtspunkte des Realen und hiemit desObjektiven, nämlich des metaphysisch Objektiven, erfassenund betrachten; wollte man ihn zuerst oder geradezu alsSubjekt und zwar im logischen Sinne auffaffen und dar-stellen: dann käme freylich, kraft der Konsequenz, nichtsweiter hervor als ein verständiges Thier (gnimsl intslleo-tuslo). Nun ist aber bekannt, wie diese SubjektivitätSlchrein den Schulen vorherrschte, und wie selbige besonders inder Identitätsschule herrscht, während das Objekt oder Reale-- dem Physischen ausgestellt wird. Kein Wunder, wennsodann, obwohl erst am Ende und im Feuer des Wider-streits, die Physis als der Grund alles Anderen hervor-ging! Und welch ein Abstich mit jener Ansicht deS Göttli-chen, wenn zugleich daS Formale oder Logische, jenes hin-zukommende, diesen Namen erhielt, diese Gestalt annahm,und damit so muthig oder keck als kräftig auftrat! Manweiß, wie dem Naturalisten im Lebenskreise irgend ein Vor-zügliches der Sinnenwelt als göttlich erklingt. Aber will-kommen war nun die Identitätslehre auch jener felnern,obwohl gokt- und heillosen, Politik, welche in der Verstän-digkeit, wie solche der Sinnlichkeit und dem Stolze dient,daS Höchste, ja das eigentliche Höhere, Göttliche und Himm-lische erblickt. Ueber diese Erscheinung, auf dem Wege un-serer höhern (!) Bildung, dürfte man staunen, sobald siein ihrem Gang und mit ihren Folgen ganz enthüllt würde.Denn freylich legte jener politische Geist auch darüber einenSchleyer. Aber das wahrhaft Göttliche behauptet seineMacht im Reiche der Menschheit; und jener Geist kann