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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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tritt; so kann die Physis, sey auch dieselbe zum menschli»chen Körper gestaltet, nicht einmal die zweyte Hälfte desMenschen heißen. Sondern die Idee tritt hier, sobald nachdem eigentlichen Menschen die Frage ist, stets wiederumvor: so kehrt der reine Mensch zurück; und der Leib selbsterscheint dann nur als Hülle, Einkleidung u. s. f. So be-hauptet der metaphysische Standpunkt seine Oberherrschaft,selbst neben und in Verbindung mit dem physischen.

Nach dieser Ansicht mag auch jener Erklärung der äl-ter» Wissenschaft: der Mensch ist ein vernünftiges Thier(animal rationale), eine besondere Würdigung zukommen.Denn wo nicht der Materialismus waltete, wo nicht bloßzum physischen Stoffe die Form und hiemit der Verstandoder die logische Kraft hinzugenommen wurde: da machtesich unter dem Worte vernünftig das (unbedingt) Reale gel-tend, wenn auch nur im Gefühle und im dunklern Bewußt-seyn. Und im lateinischen Worte (rationale) konnte sichdiese Bedeutung desto eher einfinden, da hiebey der klassi-sche Sinn *), wenigstens hier und dort, nachwirkte; einSinn, welchen der Aristotelismuö und, auf deutschemBoden, späterhin der Leibnißisch . Wölfische Intellektua-lismus beynahe ganz aufhob, und der sich bekanntlich inder neuesten Zeit wieder, trotz so mancher Abweichung, imGanzen recht unverkennbar emporhob. Von der Sacheist zuvörderst die Rede; und dann erst wird nach dem Wortegefragt. Welches andere haben wir neben der Sinnlichkeitoder Natur? (Nicht: dem Sinnlichen oder Natürlichen!Denn neben diesem erscheint allerdings wohl das Ueber-sinnliche oder das Übernatürliche). Und wenn das Wort

*)tzuiä est enim ratioue Sivinius"? etc.

Oiceio.

»kslio äüs Iiomimbusgue communis" etc.

Lene cs.

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