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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Ansehen, besonders hier mächtig entgegenwirkt; so findetsich da eben eine besondere Aufgabe, zumal für den Ar-beiter im Felde jener Wissenschaft, die nicht die Natur ---Physis zum Gegenstände hat.

So ist denn, wie ich hoffe, auch die Abtheilung derAnthropologie in die psychische und physische wohl gerecht-fertigt. Wie letztere ein Zweig der Physik, der Empirieim wissenschaftlichen Sinne, so ist erster? ein Zweig derMetaphysik oder, was bekanntlich dem Gegenstände nachdasselbe heißt, der Philosophie. Nur eine besondere, nä-here Bestimmung ist auf der einen und auf der anderenSeite nöthig. Zst dieser Umstand wohl bemerkt; dann be-steht, als Ergebniß des Gesagten, auch folgendes Schema:

Psychische

Psychologie

Anthropologie

Anthropologie

physische

Physiologie.

Nur muß bey dem letzten Worte hinzugedacht werden: desMenschen.

Zm Unterschiede nun von der empirischen Seelenlehredürfte die psychische Anthropologie füglich die reine oderrationale Seelenlehre heißen, so wie im Gegensätze mitder physischen Anthropologie die rationale Menschenlehre.Nur so erscheint selbige als ein Zweig der Philosophie.

Wodurch sie aber von der Philosophie überhaupt, undvon jedem anderen Zweige derselben sich unterscheidet: diesist eben die Art, wie das Psychische, und zwar als dasGöttliche im Menschen, neben und über dem Physi-schen in oder an demselben erfaßt wird. Dadurchist der eigenthü.nliche Gesichtspunkt und die Aufgabe derpsychischen Anthropologie festgesetzt. Daher die Kenntnißdes Menschen nach der Idee, so wie ohne dieselbe keine