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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Auch sind, wie ich hoffe, durch die vorstehende Erläu-terung die Einwürfe gehoben, welche gegen unsere Ansichtder Psychologie in einem neuen Lehrbuche, welches von Sei-ten der Sache und der Sprache recht viel Schätzbares ent-hält, Vorkommen:Grundriß der Psychologie als Einlei-tung in die Philosophie; entworfen von Johann von Lich-ten fels k. k. öffentl. ordentl. Professor der Philosophieam Lyceum zu Innsbruck." ES kommt, meines Erachtens,darauf besonders an, daß man bedenke und einsehe, wieder Mensch, irgend Einer, zum Studium der Philosophiegelange, nachdem er praktisch und einigermassen selbst theo-retisch mit dem Einen, was (der eigentliche) GegenstandPhilosophie ist, schon vorläufig bekannt geworden, und wieda, auf diesem Wege der Vorbildung, insbesondere daöChristenthum und daö klassische Alterthum Zusammentreffen,zusammenwirken. *) So mag denn auch vermöge einervorläufigen Betrachtung des Menschen oder Menschlichender Blick vornehmlich auf das Uebersinnliche, obwohl nurvorbereitungsweise, hingelenkt werden. An dieser Sachenimmt ja der Mensch, in seinem Unterschiede von der(bloßen) Natur, wesentlich Theil. Und wie objektiv,(soweit), ebenso gehört ja die Philosophie dem Menschenauch subjektiv insbesondere an, da nur ein menschlichesWesen Subjekt der Philosophie werden und heißen kann,zumal wie dann, wo es auf das Entstehen (die Genesis)derselben ankommt, nicht Sinn und Verstand, wie bcy derNaturwissenschaft, sondern Gemüth (Wille) und Verstandzunächst in Betrachtung kommen. Zunächst! Denn zuerstmuß die Vernunft, von welcher die Frepheit nicht trennbarist, gesetzt werden, vorausgesetzt freylich, daß man sievon dem Verstände nicht bloß dem Grade nach unterschei-de! So kann der Wille, hervorgegangen aus der Freyheit,erst nach und nächst dem Gewissen, wozu im gesetzten Falle

) Darsl. d. allg. Philosophie. S. 12.