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Diese Betrachtung der empirischen Psychologie, indemsie als Propädeutik der wissenschaftlichen Philosophie vorge-stellt wird, hindert jedoch keineswegs, daß man sie auch mitder angewandten verbinde. Gleich der Geschichte wird siedann auf die weitere und reichere Menschenkenntniß bezo-gen. Die Erfahrung soll in größerem Maße, im weiternUmfange, hinzukommen. Allerdings wird da, im Kreisedes Lebens, die Psychologie als Vernunftwissenschaft voraus-gesetzt. Sonst entstehet höchstens jene sogenannte Kennt-niß der Menschen, mit welcher die Verkennung des Men-schen wohl vereinbar ist, und die eben der bloßen Politikjeder Art, der pfäffischen sowohl als der despotischen, biszu einem gewissen Zeitpunkte wirklich dient. Gesetzt ein sol-cher Politiker (von dem würdigen oder eigentlichen Staats-manne und Geistlichen wohl unterschieden!) gebrauche be-sonders die Worte „Anthropologie" und „Psychologie": esist nur die reichere Empirie, worauf er ausgehet, und wo-mit sich dann jene Feinheit verbinden soll. Aber, voraus-gesetzt zunächst die rationale Psychologie; so muß die em-pirische in Verbindung mit der Geschichte, wie solche diePhilosophie voraussetzt, hinzukommen, damit nicht hinwiedergesagt werden könne: N. N. „kennt den Menschen, aberer kennt die Menschen nicht!" Daher die Einseitigkeitenoder Extreme, welche da als eigentlicher Empirismus undals sogenannter Rationalismus eintreten können: der alteStreit zwischen „Empiristen und Nationalisten"! Und mansieht, wie im besseren Falle ein Unterschied, jedoch nur demGrade nach, zwischen dem Schulmanne und dem Weltmannein dieser Hinsicht Statt finden möge.
Allerdings verbindet sich auch mit der empirischen Psy-chologie, welche dem Gymnasium angehört, ein Historisches.Aber die Historie kann ja hier noch keine Wissenschaftseyn: sie darf hier, nach ihrem Verhältnisse zur Philoso-phie als akademischem Lehrgegenstande,-nur ein Wissengenannt werden.