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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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kann s) der junge Mann, welcher'dem Empirischen, dasgültig und der besondere Gegenstand seiner Thätigkeit ist,sich widmet, im Gebiete seiner Wissenschaft weit mehr lei»sten, als derjenige, welcher dasselbe mit Andern, vermischt;und b) wer bürgt unS dafür, daß, wer einmal in solcheMischerey hineingerathen ist, sich jemals wi'.der abgesehenvon dem, was bereits verloren ist ! aus derselben herauS-winden werde? Also nur am rechten Orte und zu ihrer Zeitist die Philosophie dem wahrhaft Gebildeten, der Physiker,Physiolog u. s. w. ist, noch .immer Gegenstand seiner ernst,lichen Theilnehmung. Wie bestände sonst die gültige Empirie?

Setzt man uns die neuere EintheilungIdeal-undNealphilosophie" entgegen; so erinnern wir: I. Wenn dasIdeale" dem Denken als solchem und folglichdem Formalen ist, wie eben nach dem Grundsätze derIdentitätslehre; so ist ja auch die sogenannte Idealphilosophienichts weiter als der Formalismus. Nur zu einem fei,neren Intellektualismus mag die bloße Logik sich auöbilden(ausspinnen). Und: II. Wenn dasNeale" -- demAeus-sern, Physischen" u. s. w. ist; so fallt die sogenannte Neal-Philosophie offenbar mit der Empirie zusammen: und diesewird ja, sobald sie an die Stelle der Philosophie tritt, Em-pirismus! Was kann aber aus der Verbindung solcherTheile hervorgehen? Vielleicht sagt man: das Absolute. ist überall zugleich das Neale, und so ist eben letzteresdas Belebende, Bekräftigende" u. s. w. Dagegen giltdie Erinnerung: 1) So mag die Sache wohl demjenigenVorkommen, welcher gerade poetisch oder gemüthlich daSGöttliche im Natürlichen schaut, daö erstere in daö letztereeinbildet u. s. w. Allein da, wo eben die poetische Ansichtder Dinge obwaltet, wird ja weder daö Neale noch dasIdeale ausgesprochen. Auch gehet ja die poetische und re-ligiöse Stimmung keineswegs auf die Erkenntniß der Wahr-heit als solche, da und wie nämlich diese die eigentliche Auf-gabe der Wissenschaft ist, sey es auch, daß letztere als phi-losophische Wissenschaft, oder im Gegensätze mit dem sophi-