stischen Geiste das Religiöse (wie daS Sittliche) in der Tie-fe des GemüthS als nächste Bedingung („Grundbedingung")voraussetze, und insoweit auch von der poetischen Stim-mung, ja von der Poesie im tiefsten Sinne des Wortsnicht getrennt seyn könne. Wo hingegen 2) das Formaleund Reale zur Sprache kommen; da herrschet, wie bekannt,jene Setzung nicht allein besonders vor, sondern auö sch li es-send. So entsprach besonders die „ Körperwelt" dem Rea-len, wie dem Zdealen die „Geisterwelt". Soll nun hierkein Wortspiel obwalten; soll ein bestimmter Sinn mit je-dem dieser Worte verknüpft werden: so kehrt der entschei-dende Gegensatz zwischen dem Uebersinnlichen und Sinnli-chen wieder. Und hieraus folget: s) das Göttliche ent-flieht ewig dem Tiegel, worin es mit dem Natürlichen ver-schmelzt werden soll, d. h. es besteht nur, indem seine Wür-de — sein Primat, der Charakter des Unbedingten oderAbsoluten — ihm bestimmt, eben im Vergleiche mit demNatürlichen, zugeschrieben wird; und L) das Natürlicheselbst ist als wahrhaft seyend nur durch seine Beziehung —Relation— auf das Göttliche begreiflich, also nur in die-sem Unterschiede von letzterm erkennbar. Also nur so vielist an jenem Princip der Identität gültig: zwischen demUebersinnlichen und Sinnlichen, Göttlichen und Natürli-chen rc. findet sich kein trennender Gegensatz. DaS Weitereaber müssen wir an diesem Orte der NeligionSphilosophie,überlassen (Vorbehalten). Und fraget man: „aber was istdenn das Uebersinnliche, Göttliche re.?"; so kann die nä-here Bestimmung, die wissenschaftliche Antwort, welcheder Begriff weiterhin nach der Zdee gewährt, erst in deneinzelnen Theilen der Philosophie selbst eintreten. Nur fol-gen kann demnach die völligere Erkennfniß der Wahrheit.Genug indessen, daß die Sache selbst Keinem, indem nichtder naturalistische oder sophistische Geist waltet, fremd ist:reinpraktisch (idealisch) ist jeder Würdige bereits damit be-kannt. Darum genügt vorläufig, in der Philosophie über-haupt und dann auch in diesem Zweige derselben, die all-
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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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