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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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für die wissenschaftliche Auffassung und Bestimmung gege»ben; eine Behauptung, gegen die ohne Zweifel keine Be-denklichkeit entstehen kann, sobald erkannt und zugestandenist, der Mensch sey nicht bloß ein anders gestaltetes Natur»ding und folglich, stehend auf der obersten Sprosse in derLeiter aller Naturwesen, nur ein gesteigertes Thier. Inder Theorie oder, wenn man lieber will, im Systeme desMaterialisten, des geschminkten sowohl als des gemeinen, sindfreylich Menschen» und Thierlchre (Anthropologie und Zoolo-gie) im Grund einerley. Wo sich die nämliche Sache finden soll,weil kein Sachunterschied, sondern bloß ein Unterschied derGröße oder dem Grade nach, und so überall kein wesent-licher in diesem Sinne des Wortes, gesetzt und zugestandenwird: da kann, darf und muß selbst nach einem Grundge-setze der Wissenschaftlichkeit auch das nämliche Wort ge-braucht werden. Auch so macht sich unsere Grundansicht gel-tend. Und eben der Umstand, daß ein Denker, welchemdas Uebersinnliche als Gegenstand der Philosophie ein lee-res Wort ist, dann besonders die Menschheit verkennt,weiset darauf hin, daß eine weitere Darstellung der Phi-losophie zu ihrem nächsten Gegenstände den übersinnlichenCharakter der Menschheit habe.

Die nächste Frage ist daher, ob nicht die weitere Er»kenntniß, die nähere wissenschaftliche Bestimmung des Ue-bersinnlichen erfolgen könne und müsse, wenn dasselbe inseiner Gestaltung zum Geistigen Psychischen, neben demPhysischen in dieser Gestalt, betrachtet wird ? Und welcheBeziehung dann auch die Psychologie auf diese und jenespeeielle Wissenschaft und hiemit auf Staat und Kirche,insbesondere haben mag*): zuerst erscheint selbige doch alsVorbereitung zu den Hauptzweigen der Philosophie, die sichmit Bestimmtheit nach einem dreyfachrn, ganz auögezeich»

*) Daselbst S. 382, vgl. mit S. 148 156 .