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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Mann von Bildung und Geschmack, und mit einem gewissenGrade von Achtung gegen seine Zuhörer auftritt, so darf ersich selbst den Ausbrüchen seiner eigenen Leidenschaft nur in sofern überlassen, in wie fern sich dieselben mit seinem eigenenCharakrer vertragen. Der Vorleser endlich muß sich schondeßwegen, weil er sich nicht der vollen Geberdensprache bedie-nen kann, mehr auf Skizzirung der Gefühle einschranken, alsvollkommene Darstellung derselben liefern, obwohl der Gradder Lebhaftigkeit seines Ausdrucks im Allgemeinen nichtbestimmt werden kann, da er von individuellen Verhältnissenabhängt.

§. 56 .

Literatur der Rhetorik und der Deklamation.

Durch ihre Schriften über die Theorie der Beredsamkeithaben sich vorzüglich verdient gemacht und ausgezeichnet: Un-ter den Griechen: Aristoteles, durch drey Bücher der Re-dekunst, und Longin durch seine Abhandlung über das Er-habene. Unter den Römern sind vorzugsweise anzuführen:Cicero und O. uintilian. Die rhetorischen Werke deserster» sind: Oe inventione; cke oratore; ck« claris oratori-bus ; 6a optlino Fenore ckicencki; cks partitione oratoria;cks optimo genere vralorum. O.uintilians Werk cks insti-tutions orstoria ist in zwölf Büchern abgefaßt. Interessantist auch die Abhandlung cke oratoribus sive cke csusis cor-rupta« «lo^uentiae, welche von Mehreren dem Tacitus bey-gelegt wird.

Unter den neueren Gelehrten haben rhetorische Compen-dien in lateinischer Sprache geliefert: Wiedeburg, Ernesti,Melanchton, Vossius und Joh. Matth. Geßner.

Unter den Engländern: Lawson, Vorlesungen über dieBeredsamkeit; Dav. Hume, Versuch über die Beredsamkeit;Campbell, Philosophie der Rhetorik; Pristley, Vorlesungenüber Beredsamkeit und Kritik; Hugo Blair, Vorlesungen überRhetorik und schöne Wissenschaften; Wilson's Rhetorik.