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scheint die ganze Gestalt zu schweben und der Fuß kaum denBoden zu berühren.
Der Zorn rüstet alle äußere Glieder mit Kraft, vorzüg-lich aber waffnet er diejenigen, die zum Angreifen, zum Fas-sen und Zerstören geschickt sind. Wenn überhaupt die mit Blutund Säften überfüllten äußern Theils strotzen und zittern, unddie gerötheken rollenden Augen Blicke wie Feucrstrahlen schie-ßen, so äußert sich besonders in Händen und Zähnen eineArt von Empörung und Unruhe; jene ziehen sich krampfhaftzusammen, diese werden gefletscht und knirschen. Uberdemschwellen noch, besonders in der Gegend des Halses, derSchläfe und der Stirne die Adern. Das ganze Gesicht erscheintwie eine Gluth: alle Bewegungen sind eckig und von der äu-ßersten Heftigkeit; der Schritt ist schwer, gestoßen, erschüttert.
Bey dem Affecte der Hoffnung verkündigen das erhei-terte Gesicht und das offene Auge dis in der Seele herrschendeFreude. Der Blick sieht in die Ferne, gleichsam in die Zukunfthin, die das gehoffte Gut noch in ihrem Schooße trägt, oderer wird gegen Himmel gerichtet, zu dem, von dem alles Gutekommt. Je ungewisser aber die Hoffnung ist, desto mehr ver-mischt sich ihr Ausdruck mit dem Ausdrucke der Ungewißheit,welcher sich besonders durch einen nicht firirten, umher irren-den Blick zeigt. Wenn aber die Hoffnung zur Zuversicht wird,so verliert sich das Zweifelnde in de» Geberden, und die Aus-drücke bekommen das Feste, Bestimmte und Fixirte, wie beyder Überzeugung überhaupt, wohin z. B. die senkrechte Stel-lung des Körpers, als Zeichen der Festigkeit, ein Schlag mirder flachen Hand gegen das Herz, als den scheinbaren Sitzdes Gefühls der Überzeugung rc., gehört.
Bey der Furcht flieht die Seele gleichsam in sich selbstzurück, um sich von dem gefürchteten Gegenstände zu entfer-nen, und ist überwältiget vom Gefühle ihrer Ohnmacht, jenemGegenstände widerstehen zu können. Nach der Analogie diesesZustandes kriecht auch der Körper in sich zusammen und zittert;