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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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her auch die Courtoisie, und zwar am genauesten dann, wennsie zur Gattung der Wohlstandsbriefe gehören. .

Sie sind bald zur nieder», bald zur mittler» Schreibartgeeignet, je nachdem der Inhalt und der Ton des ganzenWerkes sich zu der einen oder der andern hinneigt; dann nachdem Verhältnisse, als die Person, der wir das Werk widmen,von höherem Range, oder mit uns gleichen Standes ist.

Der gewöhnliche Gang der Zueignungsbriefe ist dieser:die Ursache der Herausgabe des Werkes wird angeführt; danndie Ursache, warum eben dieses Buch eben dieser Personzugeeignet werde. Nun folgt meistens das Lob dieser Person.Den Schluß macht die Empfehlung des Werkesund seines Ver-fassers.

In Ansehung der Person, welcher eine Schrift zugeeignetwird, ist vorzüglich zweyerley zu beobachten:

g) Der Zueignende vergesse ja nie das individuelle Ver-hältnis;, in welchem er zu jener Person steht, welcher er seinWerk widmet.

k>) Er nehme die Rücksicht, daß er zu dieser Person hieröffentlich spricht, folglich nicht berechtiget ist, alles zu >sagen, was der Privat-Brief gestattet. Ohne diese Rücksicht ge-räth man in die Gefahr, jene Person zu compromittiren.

Übrigens sey der Zueignungzbrief kurz und nachdrücklich,und sein Ton überhaupt weder kriechend, demüthig und schmeich-lerisch , noch stolz und prahlend.

Manchmahl wird die Zueignung nicht in einem eigenenBriefe förmlich ausgeführt, sondern nur auf einem besondernBlatte mit wenigen Worten angedeuter.

§. a6.

Vom historischen Styl überhaupt.

Der Hauptzweck aller historischen Darstellung ist Versinn-lichung der Vergangenheit, dadurch, daß sie uns ein wahres,treues, zusammenhängend-vollständiges Bild derselben liefert.

Der historische Styl hat aber viele Untergattungen, je