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Anordnung seines Werkes die glücklichste Stimmung seines, vondem Stoff innig erwärmten Geistes zu verwenden, weil die er-hitzte Einbildungskraft bey diesem Geschäfte wichtigere Diensteleistet, als alle Regeln des Verstandes. Es ist auch wesentlichnothwendig, daß der Redner, so wie jeder Künstler überhaupt,einen klaren Überblick aller seiner Theile seines Werkes genieße,da es ihm, sobald er in einer gewissen Verworrenheit und Dun-kelheit seufzt, in der dadurch entstehenden Beschränktheit un-möglich wird, mit Lust und Freyheit zu arbeiten.
§. 2 .
Kunst der Anordnung.
Das Kunstwesen der rednerischen Anordnung besteht dar-in, daß man die von der Erfindungskraft gelieferten Materia-lien so stelle, an einander reihe und zur Einheit eines vollstän-digen Ganzen verbinde, als der Zweck es erfordert, zu dessenErreichung die rednerische Darstellung bestimmt ist.
§. 3 .
Beschaffenheit einer guten Anordnung.
Diese besteht vorzüglich darin, daß alles Folgende immeraus dem Vorhergehenden entstehe; dadurch wird die ganze Reiheder Ideen, vom Anfang bis zum Ende, zugleich frey und noth-wendig, und so natürlich und ungezwungen erscheinen, daß derZuhörer mit halb deutlichem Bewußtseyn in den Glauben ge-räth, es wäre gar nicht möglich, die Theile und Ideen besserzu ordnen. Diese Forderung ist freylich allerdings sehr stark,aber auch sehr wesentlich und gerecht.
§. 4 .
Haupttheile jeder rednerischen Darstellung.
Jede prosaische Darstellung unterscheidet sich von den an-dern nicht nur durch die ihr insbesondere eigene Form, sondern