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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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2gr

1. Kleineres aus einem Größeren, z. V.:Wer einenStraßenraub oder einen Kirchenraub begangen hat, kann wohlauch einen Diebstahl begehen;"

2 . Größeres aus einem Kleineren oder Geringeren, z. B.:Wer Andern keck ins Gesicht zu lügen und etwas Begangeneskeck abzuläugnen wagt, der ist auch eines Meineids fähig."

Bey der als Beweisgrund anznbringenden Vergleichunghat man folgende Regeln zu beobachten:

r. Was schon an und für sich deutlich ist, bedarf keines er-klärenden und beweisenden Gegenbildes, folglich keiner Verglei-chung, welche in diesem Falle vielmehr den schnelleren Gangdes Denkens erschweren und hemmen würde.

2. Will man sich dennoch einer Vergleichung bedienen,so muß man dabey auf die Kenntnisse und Fähigkeiten der Zu-hörer besondere.Rücksicht nehmen, weil man ihnen, sobald sievon dem gewählten Gegenbilde keinen vollkommen deutlichenund richtigen Begriff haben, die Sache auf solche Art eherverdunkeln als ausklären würde.

3. Man achte sorgfältig darauf, zur Vergleichung nur sol-che Gegenbilder zu wählen, die mit dem Hauptbilde im Wesent-lichen eine vollständige Ähnlichkeit haben; und da dieses We-sentliche allein den eigentlichen Punct der Vergleichung betrifftund in sich faßt: so muß die Hervorhebung aller nicht dazu ge-hörigen Nebenzüge streng vermieden werden.

4. Der Redner darf sich der Vergleichungen schon aus demGrunde allein nicht sehr häufig bedienen, weil er dadurch denZuhörer leicht beleidigen kann, indem er ihm entweder wirklichoder wenigstens scheinbar ein großes Mißtrauen in seine Fas-sungskraft zeigt.

tz. ig.

Von den Gegensätzen.

Es ist eine alte Regel, daß Contraste, sobald man sie dichtan einander stellt, um so mehr hervorleuchten. (Lonlrariauxta 86 pvsita roagis elucescunt.) Gegensätze geben also da-

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