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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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Eine der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten, die dassechzehnte Jahrhundert zum glänzendsten der Welt gemacht ha-be»/ dünkt mir die Gründung der niederländischen Freyheit.Wenn die schimmernden Thaten der Ruhmsucht und einer ver-derblichen Herrschbegierde auf unsere Bewunderung Anspruchmachen, wie viel mehr eine Begebenheit, wo die bedrängteMenschheit um ihre edelsten Rechte ringt, wo mit der gutenSache ungewöhnliche Kräfte sich paaren, und die Hülfsmittelentschlossener Verzweiflung über die furchtbaren Künste derTyranney in ungleichem Wettkampf siegen!

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Es ist nicht das Außerordentliche oder Heroische dieser Be-gebenheit, was mich angereizt, sie zu beschreiben. Die Jahrbü-cher der Geschichte haben uns ähnliche Unternehmungen aufbe-wahrt, die in der Anlage noch kühner, in der Ausführung nochglänzender erscheinen. Manche Staaten stürzten mit einer präch-tiger» Erschütterung zusammen; mit erhabnerem Schwüngestiegen andere auf. Auch erwarte man hier keine hervorragendenkolossalischen Menschen, keine der erstaunenswürdigen Thaten,die uns die Geschichte vergangener Zeiten in so reichlicher Fülledarbiethet. Jene Zeiten sind vorbey ; jene Menschen sind nichtmehr. Im weichlichen Schooße der Verfeinerung haben wir dieKräfte erschlaffen lassen, die jene Zeitalter übten und nothwen-dig machten. Mit niedergeschlagener Bewunderung staunen wirjetzt die Riesenbilder an, wie ein entnervter Greis die mann-haften Spiele der Jugend.

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Stelle aus Schillers Abhandlung überVöl-kerwanderung, Kreuzzüge un d M i tt e la lter *).

War dieVölkerwandcrung und das Mittelalter,das darauf folgte, eine n o t Hw endig e Bedingung unsererbessern Zeiten?

*) S. Schillers kleinere prosaische Schriften, erster Theil.