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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Folge aller Veränderungen geknüpft ist; wir erklären sie fürdas, was voraus gesetzt wird, wenn uns das Daseyn einesDinges, wenn uns alles, was mit demselben vorgeht, wennuns sein Werden, Bestehen und Aufhoren fühlbar werden soll;wir sehen uns daher selbst, mit allem, was wir sind und ha-ben, mit allem, was wir wirken und leiden, an die Zeit ge-bunden. Nun ist es zwar wahr, es gibt Gegenstände, fürwelche die Zeit langsam und schonend ist, für welche sienie abzulaufen scheint. Wer kann die Zahl der Jahre berechnen,welche die Urgebirge der Erde, welche der Erdkreis selber, wel-che die Gestirne des Himmels, welche die zahllosen Sonnenund Welten, die wir durch die Räume desselben verbreitet sehen,bereits vollendet haben und künftig vollenden werden! Hierscheint die Zeit gleichsam still zu stehen und die Natur derEwigkeit anzunehmen. Aber dieß ist sie nicht für uns. Wollenwir uns nicht selbst bethoren, so können wir sie in Beziehungauf uns nicht anders als fliehend denken; wir müssen geste-hen, daß sie sch n e l l, daß sie unvermerkt, daß sie un-wiederbringlich dahin eilt und vergeht.

Die Zeit eilt schnell dahin; die Bedingung, an welcheunser Leben mit seinen Veränderungen geknüpft ist, nähertsich ihrem Ende mit einer hinreißenden Geschwindigkeit. Ausdas Heer der Neugebornen, die ihr Daseyn in wenigen Augen-blicken verhauchen; aus die Menge der Kinder, die schon imFrühlings des Lebens wieder verblühen; auf die unzähligenMenschen, deren Dauer schon wieder zu Ende ist, noch ehestedie Jahre der Kraft und der Reife erreicht haben, verweise ich jetztnicht; es ist fürchterlich wahr, für den ungleich großer» Theilun-sers Geschlechts besteht die Zeit in einem Wechsel weniger Stun-den, die sich gleichsam wetteifernd einander verdrängen undplötzlich vorüberrauschen, Betrachtet die längste Dauer, die unsaus Erden zu Theil werden kann; verfolget den, der das äu-ßerste Ziel des menschlichen Lebens erreicht, mit euern Blicken:ist sein ganzes Daseyn im Umfang der Zeiten überhaupt mehr,als eine kurze, fluchtige Erscheinung? ist es von seinem Ur-

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