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3. Den höher« Schwung duldet nur die leidenschaftlichePersonification; die beschreibende verlangt den leichtern Ton.
4. Man wähle zu dieser Figur weder niedrige und gemei-ne, noch ganz unbedeutende Gegenstände.
5. Man gebrauche sie nie, ohne vorher den Leser durchgesteigerte Empfindung oder Phantasie dasür empfänglich ge-macht zu haben.
6. Kürzere Personificationen lassen sich auch an Stellenvon minderem Pathos und auch da anbringen, wo unbefangenerJdeengang herrscht; längere aber paffen nur zum hohen Schwungder lyrischen Poesie, zur erschütternden tragischen Situation,und.zur höchst lebhaften und affectvollen Gattung der Bered-samkeit.
Zum Schluß einige Beyspiele von Personification derVerfolgung, des Friedens, des Todes, der Erdeund des Schlafes.
Beschreibende Personification:
„Dem Weisen bleibt die Betrachtung des WeltgebäudeSeine unversiegende Quelle des Vergnügens; sie versüßt seineeinsamen Stunden, sie'erfüllt seine Seele mit den erhabenstenEmpfindungen, entzieht seine Gedanken dem Staube der Erde,und nähert sie dem Thron der Gottheit; Ehre, Wollust undNeichthümer, die er vielleicht über seinen Betrachtungen ent-behren muß, sind ihm jetzt Staub, den er mit Füßen tritt; undzur Verfolgung, die mit gezücktem Schwert hinter ihmsteht, spricht er mit archimedischer Zerstreuung: Verwirre mir nurdiese Zirkel nicht." —
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„Schön ist der Friede! Ein lieblicher Knabe,Liegt er, gelagert am ruhigen Bach,
Und die hüpfenden Lämmer grasenLustig um ihn auf dem sonnigen Rasen.