ryl
Bald muß er staunend merken,
Wie ewig fest wir auf uns selbst begründet.
Dann strebt in sichern WerkenSein ganzes Thun, verbündet,
Dom Grunde nie zu wanken,
Und baut wie Felsen den Bau der Gedanken.
Und dann in neuen FreudenSieht er die kühnen Klippen spaltend hangen;
Vergessend aller Leiden,
Fühlt er einzig Verlangen,
An dem Abgrund zu scherzen,
Denn hoher Muth schwillr ihm im hohen Herzen.
Die Sterne.
Du staunest, v Mensch, was heilig wir strahlen.
O folgtest du nur den himmlischen Winken,
Vernähmst du besser, was freundlich wir blinken,
Wie wären verschwunden die irdischen Qualen!
Denn flöße die Liebe aus ewigen Schalen,
Cs athmeten alle in reinen Azuren,
Das lichtblaue Meer umschwebte die Fluren,
Und funkelten Stern' auf den heimischen Thalen.
Aus göttlicher Quelle find Alle genommen.
Ist jegliches Wesen nicht eines im Chore?
Nun sind ja geöffnet die himmlischen Thore,
Was soll dann das lange Verzagen noch frommen?
O wäret ihr schon zur Tiefe geklommen,
So sähet das Haupt ihr von Sternen umflogenUnd spielend um's Herz die kindlichen Wogen,
Zu denen die Stürme des Lebens nicht kommen.
Regeln.
1. Nur die aufregenden Leidenschaften sind dieser Figurgünstig; alle niederschlagenden kennen ihren Gebrauch nicht.
2. Man dehne sie nie zu weit aus, sonst wird sie lä-cherlich.