gen Periode»/ so würde sie/ sey sie übrigens auch noch sovortrefflich ausgearbeitet/ den Zuhörer oder Leser dennoch er-müde»/ indem er in jener höheren Anstrengung der Aufmerksam-keit, welche der Periode erfordert, in die Länge nicht auszu-dauern vermag. Es bleibt uns noch übrig, etwas von derEigentümlichkeit des Perioden-Baues in den verschiedenen pro-saischen Formen zu sagen. Zuerst von dem Geschäftsstyl.
Dieser Styl fordert, bey der höchsten Deutlichkeit undBestimmtheit, Ernst und Würde. Er soll nicht zierlich undblühend seyn; man würde ihn dadurch zu einem unerträglichenZwitter machen. Daß er aber nicht dunkel, verworren und garzu schwerfällig werde, vermeide man den — leider noch nichthinlänglich ausgerottetenFehler des dunkeln, holperigen, un-endlich weitschweifigen und schwerfälligen Periodenbaues. Wirdman es sich angelegen seyn lassen, diesen einfacher und klarerzu bilden, und dabey Barbarismen und Solözismen zu ver-meiden, so wird feine zweckmäßige Schönheit sich von selbstfinden. Der Nutzen eines reinen Geschäftsstyls ist unverkenn-bar und von größter Wichtigkeit. Dieß erkannte König Gu-stav III. in seinem ganzen Umfang, und erklärt daher in seinenhinterlaffenen Schriften, daß der ausgebildete Vortrag vonaußerordentlicher politischer Wichtigkeit sey, und sich überAlles erstrecke, was auf das allgemeine Beste und die öffent-liche Ruhe Bezug hat; ja, daß es nur dadurch erzielt werdenkönne, die Unterhandlungen, Verträge und Gesetze nichtmehr jener Dunkelheit und jenen schwankenden und willkürli-chen Auslegungen preiszugeben, welche so oft den wahren Sinnentstellt und unendliche Verlegenheiten erzeugt haben *)?
Der Brief nähert sich entweder, seinem Inhalte nach,dem Gefchaftsstyl, und wird ihm dann auch in der Form ähn-lich, oder er gehört zu irgend einer feyerlichen Gelegenheit.Im letzter» Falle schmückt er sich mit den längern und vollemPerioden, besonders da, wo der Grundton der Ehrfurcht von
Lollectlvns äes eorlts. 1. ». x. 7,