Druckschrift 
1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

»>4

nrn ihre Einfalt und Würde, ihre bestimmte Genauigkeit undWahrheit, ihren Wohlklang, ihre schöne Rundung und Har-monie, ihre Kürze mit ihrem Reichthum zum Borbilde unse-rer Gedankenweise und unser« Vortrag«, insonderheit in frü-hen Jahren, unablöjsig studiere».''

Diese Periode besteht au« vielen grösiern und kleiner» Ta-tzen, deren keiner, so wie er hier steht, für sich völlig bestimmtist; alle zusammen aber bilden den harmonische» Verein de« be-dingte» Ganzen.

§. 2 .

Periodirter Styl.

Der per io dirt, Styl ist also da« Grgeiiiheil von dem-jenigen, welcher die Gedanken zerschnitten und glied-weise sin'ie«»-» <-> vortrögt.

Jede von diesen beyden Schreibarten hat ihre eigenen Vor-züge. Die penodirte Schreibart ist allerdings harmonischer,und erhalt den Geist de« Zuhörer« oder Lesers bis zum letztenRuhepnnct in ununterbrochener Spannung und Aufmerksamkeit;die zerschnittene hat aber mehr Lebhaftigkeit und Schimmer.

Der Redner macht daher von beyden wechselweisen Ge-brauch, je nachdem Stoff und Absicht es erheischen. Um Ein-förmigkeit zu vermeiden und Mannigfaltigkeit zu erzielen, lasster einfache und zusammengesetzte Satze mit einfachen und zu-sammengesetzten Perioden in seinem Vortrage nach Umstandenadwechseln, und wird hier und da überhaupt uni so mehr leichtund ganz u-iprri-,tisch seyn, als der 'Periode durch die Auf-merksamkeit und Anstrengung, welch, er von dem,'iuhiirer for-dert, in die L/inge doch endlich ermüdet.

t

tk in such»ud z u s,1 m ,n » n g » s-tz t X Per luden.

'Pdrm Perioden liegt ein t^anptsut! zum Grunde,'kr musst em diese» einsost- oder znionunen^eset! l Ist, Wirt, iincht e, Periode ein e I tt s o >h - , m er z n s - m m e n g > s e tz > e«,