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Kleid. Kleidung. Anzug.
Kleidung ist überhaupt, was wir nicht nur zur Bede-ckung des Leibes, sondern auch des Hauptes und der Füsie ge-brauchen. Man sagt daher: Jemande» in Kl e id u ng erhal»ten, für seine Kleidung sorgen, und darunter wird allesverstanden, was zur Bedeckung des Leibes gehört. Ein Kleidbegreift die Kleidungsstücke, welche man öffentlich und in Ge-sellschaft zu tragen pflegt. Im gemeinen Leben nennt man auchden bloßen Rock das Kleid, und begreift Westen und Hosennicht darunter; denn die Hosen werden gewöhnlich auchim Hause getragen, die Westen bisweilen; wenn man aber inGesellschaft erscheinen will, so legt man seine» Schlafrock abund bekleidet sich mit einem solchen Rocke, der eben darumvorzugsweise das Kleid genannt zu werden pflegt. Man würdenicht a »gekleidet seyn, wenn man in Gesellschaft ohne'Rock erschiene. Dey der weiblichen K l e i L u n g ist der nähm-liche Fall; das Kleid ist der nahmliche Theil der Beklei-dung des Leibes, womit in den gesitteten Ständen Personenweiblichen Geschlechts in Gesellschaft erscheinen. — Ein An-zug ist der Inbegriff von Allem, was man zugleich an-zieht oder an legt, um öffentlich zu erscheinen. Er begreiftdaher alles in sich, was nach der Verschiedenheit des Geschlechtssowohl zu der öffentlichen Bekleidung, als auch zur Zierde undzum Schmuck gehört; bey den Männern selbst der Hut, Degenund Stock, und bey beyden Geschlechtern selbst daS Unterhemde.
Putz. Schmuck. Zierde. Zierrath. Verzierung.
— Putzen. Schmücken. Zieren.
Putzen drückt zuvörderst ursprünglich die geringer»Grade der Verschönerung aus, und das ist die Reinlichkeit;Schmücken und Zieren die höher«. Die Bauern putzenihre Stuben und Kammern, indem sie dieselben ausfegen unddie Möbeln abstäuben. Der Schmuck verschönert die Sachedurch seinen Glanz und seine Kostbarkeit, der Aierrath durchseine eigentliche Schönheit. Putzen ist also hiernächst über-