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Dreß sind die beträchtlichsten der Vortheile, welche unsdas Studium der Synonymik gewährt; wir übergehen die min-dern , wie z. B. beym Unterricht der fremden in der deutschenSprache, beym Elementar-Unterricht, beym geistreichen Spielmit sinnverwandten Wörtern, u. s. w., welches Eberhard weit-läufiger ausführt, und geben lieber, zum vollen Beweise desGesagten, zur Übung und Erweckung der Liebe für dieses herr-liche Studium, aus Eberhards Werke einige
§. 26.
Beyspiele von Synonymen.
Anständig. Sittsam. Bescheiden. Ehrbar.
Das Anständige vermeidet das Anstößige, so fern esentweder ekelhaft ist, oder der sittlichen Würde des Menschenüberhaupt, oder der Würde eines gewissen Hähern Standes ent-gegen ist. Sit tsam steht allem Heftigen und Auffallendenentgegen. An dem Sittsamen gefällt ein gewisser Ton derMäßigung in seinen Bewegungen, in seinen Reden, in seinenBlicken, in seiner Kleidung, so fern in allem diesem nichts Über-triebenes , nichts zu Starkes, nichts Heftiges, nichts Auffallen-des ist. Und das alles darum, weil dieser Ton der Mäßigungnicht allein ein Zeichen der inner» Ruhe, der Selbstbeherrschung,der Überlegung und der Herrschaft der; Vernunft, sondern auchder Achiung gegen sich selbst und Andere ist. Die Bescheiden-heit ist die Einschränkung des Gebrauches unserer Rechte, dieaus dem mäßigen Urtheile von unserem eigenen Werthe undunserer eigenen Vollkommenheit entspringt. Der Bescheideneverlangt daher keine Ehrenbezeigungen, weil er von seinenVollkommenheiten keine hohen Begriffe hat. Ein Liebhaber istbescheiden, wenn er nur auf unschuldige GunstbezeugungenAnspruch macht. Die Ehrbarkeit schließt die Anständig-keit und die Sittsamkeit in sich. Sie ist diejenige Ein-richtung unser? Betragens in der menschlichen Gesellschaft, ohnedie wir uns keine Achtung und Ehre erwerben können. Ein e h r-Philossph. Mtheil. V. VE. E