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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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mittheilte. Darum findet man auch in allen Sprachen des g e-bildeten Europa so viele griechische und lateinische Wörter,weil die unsterblichen Werke der Griechen und Römer dieQuellen unserer geistigen Bildung wurden.

Besonders zu vermeiden sind aber, als eigentlich derSprachreinigkeit entgegen, solgende Wörter:

1. Alle Wörter, welche ganz undeutsche Laute haben,wie auch alle unverändert ausgenommenen oder nur unmerklichveränderten; z. B. Nuance, genereux, Katalogus, Digni-tät, Divertiren, Diversion.

2 . Die lateinischen Endungen der von eigenen Nahmengebildeten Wörter; so sagt man z. B. statt Atheniense rbesser Athener, statt Ägyptie r besser Ägypter.

3. Alle aus mehreren Sprachen zusammen gesetzten Wör-ter; z. B. antiroyalistisch.

si. Alle undeutschen Formen und Wendungen, z. B. mancheNossische Latinismen und Gräcismen in den Übersetzungen Vir-gils und Homers, welche dem Genius der deutschen Sprache zuwi-der sind, als:Wenn ihn wiederzusehen ich leb', und vereintihm zu wandeln;8i visuru8 eum vivo et venturu8 in unuin." Hierher gehören auch die Gallicismen, z. B. Die Ehre ha-bend, Sie zu kennen, bin ich so frey rc.;" oder:Es machtwarm." Oder:Einen gehen machen;" oder die Anglicismen:Er liebt beydes (botsi), die Ehre und den Reichthum."

§- n.

Beyspiele von fremden Wörtern, welche vonSchriftstellern des ersten Ranges durch deut-sche vollkommen erseht worden sind:

Phantasie, Einbildungskraft, Einbildung, auch Er-scheinung , wie z. B. bey Fieberkranken und Schwärmern.

M oment, Augenblick.

Vegetation, Pflanzenwelt oder Pflanzenleben.

Antipode, Gegenfüßler.

Antagonist, Gegner,