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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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verwechselt werden, z. B., ich versichere Ihnen; manchmahlauch in größer» Wortverbindungen und ganzen Wendungen.

Die Provincialismen sind streng zu vermeiden, und zwaraus zwey Gründen:

1. weil sie (was ihr Hauptfehler ist) größten Theilsplatt und gemein, oder niedrig und ekelhaft sind;

2. weil sie sich mit dem wohlgegründeten und allgemeinanerkannten Sprachgebrauch nicht vereinigen lassen, oder dochvöllig entbehrlich sind, wo es für ihre Begriffe hochdeutscheZeichen gibt.

Es laßt sich aber dessen ungeachtet nicht läugnen, daßmanche Ausdrücke von Provincial - Dialekten bisweilen zur Be-reicherung der hochdeutschen Sprache dienen, die Einführungderselben ist aber, so wie Erweckung veralteter Wörter, nurden Schriftstellern vom ersten Range gestattet. So hat z. B.Voß sowohl aus der nieder - als oberdeutschen Mundart wieauch aus dem Altdeutschen manche Ausdrücke mit Glück in dasHochdeutsche überpflanzt. So braucht er z. B. das Wort m u-cken von mürrischem Stillschweigen mit kurzen brummendenWorten:

Umsonst! i»e Mu cker mucke n fort,

Und reden kein vernünftig Wort,

Und spielen-'"

Lahmenfür lahm seyn; erlahmen für lahm werden.

Mäkeln nimmt Voß für Makel oder Fehler aufsuchen:

Kühren, mit Prüfung wählen; daher die BenennungCH ur fürsten.

Im Lied, die Kartoffelernte, braucht Voß das WortÜberschwang, nach Luther, für Überfluß; und so auch dasalte niedersächsische Wort V e r g a ng, von welchem Key uns bis-her nur das Beywort vergänglich noch üblich war; Hecken,überhaupt für sich fvrtpflanzen, vom alten ehen, igen,zeugen; Höfe ln, Hofsitte treiben, als Verkleinerung vonHofen, Hof halten, Hof machen, hofiren; barhaupt,das altdeutsche Wort, nach der Analogie von barfuß, von

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