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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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denn alle Blumen der Rede, jedes starke Gemählde, und jedegefällige Wendung, so wie nicht weniger die angeführten Grün-de, sind eben so viele Mittel, den vorgetragenen Gegenstand klarund anschaulich darzustellen.

3. Die Wahrheit nicht bloß in den Wissenschaften,sondern auch in den praktischen Angelegenheiten des menschli-chen Lebens liegt oft sehr tief; die Unschuld eines Menschenmuß nicht selten aus einem Gewirrs der sonderbarsten undabenteuerlichsten Umstände gleichsam herausgegraben, als Bos-heit und Tücke aus ihren labyrinthischen Schlupfwinkeln her-vorgescheucht werden. Auf gleiche Weise liegen die Gründeder Empfehlung einer heilsamen Maßregel oftmahls ebenso tief und dem gemeinen Auge unerreichbar, als die Grun-de desWiderrathens einer verderblichen Maßregel; be-sonders wenn die Gemüthec schon zum voraus gegen die heil-same eingenommen, und durch mannigfaltiges Interesse zudemEntschluß für die verderbliche hingezogen werden. Aber selbstdie bloße Zusammenstellung dieser Gründe erfordert, wenneine klare und anschauliche Darstellung hervorgebracht werdensoll, viel Sorgfalt, Kunst und Gewandtheit, Bald stärker,bald schwächer, entweder durch sich selbst, oder durch dieDarstellung des Redners können sie sich, durch die bloßeZusammenordnung, in ihrer Wirkung auf das Gemüth sehrseicht einander hindern oder auch förderlich seyn; und ohne einezweckmäßige, auf die Gesetze der eigenthümlichen Empfänglich-keit unsers Gemüths berechnete Zusammenstellung, werden sieallemahl einer schnellen oder starken, wenigstens ihrer vollenWirkung entbehren.

4- Schon der bloße Verschönerungstrieb würdeden Redner dazu bestimme»/ dieses Talent vor seinen Zuhö-rern in aller seiner Fülle zu entwickeln. Aber noch ein wichti-gerer Bestimmungsgrund für ihn ist die Gewalt, welche,»ach der allgemeinen Beobachtung, treffende Gleichnisse, neueund originelle Metaphern, schlaue Anspielungen, jede soge-nannte Redefigur, Klang und Melodie der Periode», über