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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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die ihre Muttersprache mit ausgebildeter Feinheit redeten, undderen Vater sich durch Beredsamkeit, Ruhm erworben hakten.Im Alter von acht und zwanzig Jahren unternahm er, zurAusbildung seiner Stimme, eine Reise nach Griechenland undAsien. »Mein Körper," erzählt er von sich selbst,marschwachund entkräftet, mein Hals lang und dürr, ein Körperbau,den man dem Tode leicht unterworfen glaubt, wenn die Lungezu stark angegriffen wird *). Dies; beunruhigte Alle, die anmir Antheil »ahmen, um so mehr, da ich, ohne meine Stim-me zu verändern und sie ausruhen zu lassen, mit der größtenAnstrengung derselben und mit den heftigsten Bewegungen desKörpers redete. Da mir also Freunde und Ärzte riethen, michnicht mehr mit Prozessen zu beschäftigen, beschloß ich lieber,mich der Gefahr auszusetzen, als die schönen Hoffnungen nachjenem Ruhme aufzugeben, welchen ich mir von dem Geschäfteeines Sachwalters versprach. Als ich aber bedachte, daß ich derGefahr enrgehen und weit leichter würde reden können, wennich es versuchte, meine Stimme zu mäßigen und meinen gan-zen Vortrag zu ändern, entschloß ich mich, nach Asien zu reisen,bloß um Gelegenheit zu bekommen, meine Stimme zu än-dern **).

§. » 5 .

Gegner der Beredsamkeit.

Auch die Beredsamkeit fand ihre Gegner; und was sie sa-gen, ist allerdings nicht ohne Gewicht aber dennoch nichtrichtig. Jenisch hat die Gründe für und gegen die Beredsam-keit in seiner Parallele: Demosthenes und Cicero, umständlichund treffend aus einander gesetzt. Wir folgen ihm, und hörenzuerst, was sich gegen die Beredsamkeit sagen läßt.

Die Streitsache, deren Entscheidung der Redner durch sei-

*) Cicero hatte damahls schon seit zwey Jahren die Rednerbüh-ne mit Ehre betreten,llic. in Lrut. csp. gl.