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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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darbiethe, zugleich aber auch rühre, und ein reines Wohlgefal-len an den Verhältnissen hervorbringe.

3. Ausdruck und Darstellung der Gedanken (elocutio)durch Worte, Redensarten und Wendungen, welche so vielVersinnlichung zum Spiel der Phantasie enthalten müssen, alsder schnellen und deutlichen Einsicht nicht hinderlich ist.

4 . Der mündliche Vortrag (actio), welcher zwar sehrkräftig wirkt, aber minder wesentlich-nothwendig ist, weil ernur bey Abhaltung der eigentlichen Rede, dem Meisterstückder Beredsamkeit, Statt findet und finden soll.

Die Beredsamkeit ist also nach dieser Erklärung eineKunst des D e n kens und des Sprechens, und muß aufden Ausdruck eben so viel Sorgfalt und Kraft verwenden, alsauf die Gedanken, zu deren Mittheilung dem Redner zweyMittel zu Gebothe stehen: Worte und Geberden.

§. 2.

Umfang dieser Wissenschaft bey den früher»Rhetorikern.

Der Umfang, welchen man der Redekunst gab , war inverschiedenen Zeiten sehr verschieden, bald äußerst ausgedehnt,wieder sehr bald beschränkt. Geboren und gesäugt in Groß-griechenland und Sicilien, fand sie -in Athen endlich denTempel ihrer Unsterblichkeit.

Die ersten Rhetoriker scheinen bey ihrem Unterrichte Stoffund Gedanken als den wichtigsten Theil dieser schonen Wissen-schaft betrachtet und behandelt zu haben; sie zogen daher Dia-lektik und Staatskunde in ihr Gebieth.

§. 3 .

Dialektik.

So hieß bey den Griechen theils die Logik oder Vernunft-lehre überhauvt, insbesondere aber auch jener Theil derselben,welcher die Disputirkunst lehrte. Die Neuern verstehen damit-