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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
441
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(Theilweise nach einem alten Volksliedes

Schwarzdunkel die Nacht;

Kein Sternlein schimmert,

Kein Fünklein flimmert:

Ach! Alles so dunkel umher!

Hier sitz' ich alleine.

Und wein' ich weiß wohl, was ich weine,Ich hoffte zu viel, nun hoff ich nicht mehr;Ach! Liebe hat mich so traurig gemacht!

Der Engel der Nacht)

Erscheinet den Müden,

Und labt mit Frieden

Die glücklichen Menschen umher:

Mich hat er vergessen!

Ich denk' allein ich weiß wohl wessen.

Ich hoffte zu viel, nun hoff' ich nicht mehr;Ach! Liebe hat mich so traurig gemacht!

Die dunkle NachtWird wieder vergehen;

Von lichten Höhen

Wird leuchten der Morgen umher,

Für mich ohne Wonne!

Mir schien wo anders meine Sonne.

Ich hoffte zu viel nun hoff' ich nicht mehr;Ach! Liebe hat mich so traurig gemacht.

Nun leb' ich hinfort.

Mir Dornen zu streuen.

Mich soll befreyen

Was anders ich wüßte wohl was!

Hier, unter dem Moose

Ein Bettlein sucht die Freudenlose.

Kein Fürchte» ist hier, kein Hoffen ist hier;Hier ruht es sich sanft in ewiger Nacht!

Kf

Philosoph. Abtheil. II. Band.