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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Hochzeitlied.

Willst du frey und lustig geh'nDurch dieß Weltgetümmel,

Mußt du auf die Vöglein seh'n,Wohnend unterm Himmel:

Jedes hüpft und singt und hecktOhne Gram und Sorgen,

Schläft, vom grünen Zweig bedeckt.Sicher bis zum Morgen.

Jedes nimmt ohn' Ärgelist,Was ihm Gvit' beschicken.

Und mit seinem Fräulein istMännlein wohl zufrieden;Keines sammelt kümmerlichVorrath in die Scheunen;Dennoch nährt und labt es sichMit den lieben Kleinen.

Keines bebt im SonnenstrahlVor den fernen Stürmen:

Kommt ein Sturm, so wird's im ThalBaum und Fels beschirmen.

Täglich bringt es seinen DankGott für jede» Gabe;

Flattert einstens mit GesangStill und leicht zu Grabe.

Willst du frey und lustig geh'nDurch dieß Weltgetümmel,Mußt du auf die Vöglein seh'n.Wohnend unterm Himmel.

Wie die Vöglein, haben wirUnfern Vater droben:

Laß ein treues Weib mit dirLieben Ihn und loben.

I. G. Jacvbi,