Druckschrift 
2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
437
Einzelbild herunterladen
 

1

Chor.

42 ?

Nein! Keiner benutzt' ihn, um's Eine, was noth ist, zu finden

drin,

Den tiefen Sinn,

Im: »Trinkt, ihr Brüderchen, trinkt!"

Ich Hab' ihn errungen den hohen Geist,

Gefaßt den göttlichen Sinn;

Ich weiß, ihr Trinker, was Trinken heißt.

Und alles, was noth ist darin.

Merkt auf, und trinket hernach!

Damit nach Principien ordentlich heut' in dem Trinken sei)Philosophey,

Hört meine Lehre gemach!

Chor.

Damit nach Principien ordentlich in unserm Trinken sei)Philosophey,

Hört seine Lehre gemach!

Ich setze mich hier an den Tisch voll Wein;

Ihr Andern setzt euch herum!

Gesetzt muß jeder Selbsttrinker seyn.

Sonst purzelt am End' er doch um.

So sind wir denn alle gesetzt!

Nun setz' ich mir richtig Gesetztem entgegen das volle Glas;Thut ihr auch das!

Jetzt kommt das Beste zuletzt.

Chor.

Wir setzen uns richtig Gesetzten entgegen das volle Glas ;Gethan ist das!

Nun kommt das Beste zuletzt.

Das bloße Setzen ist Theorie;

Man durstet immer dabey:

Die Praxis ist eben die wahre SophieIn unsrer Philosophey;

Und nun, wie machen wir das?

Ich schlürf' aus dem Glase den drin mir entgegen gesetzten WeinIn mich hinein:

Ein jeder leere sein Glas!

j

l >

1

i

r

4