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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
428
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Das die ganze Welt verstört,Sausen um dich her gehört?

Dort, wo sich der Sinne Freude,Bey der schönen Sommerszeit,Offenbarte weit und breit.

Wo die buntgeblümte Heide,

Don dem klaren Bach benetzt,Mer Nymphen Aug' ergetzt:

Ist doch jetzo nichts zu finden.

Als nur öde Wüsteney.

Alle Bäume stehen frei),

Blattlos und schier ohne Rinden,Daß man nichts erschauen kann,Als Betrübniß um und an.

Und dieß darum, weil die Sonne,Die zuvor des Lebens KraftTrieb in aller Dinge Saft,

Ist gewichen, und die Wonne,Die sonst Herz und Sinn erquickt.Uns zugleich sich hat entrückt.

Unsre Sonne, di« uns stärket.Ist ein frisch und frey Gemüth;Dieß erquickt, was in uns blüht.Wo man dessen Abschied merket.Da verderben Freud' und Trost,Wie das Laub im Winterfrost.

Darum, Seelchen, beut dem WüthenJedes Unglücks muthig Trutz!

Deiner Tugend hoher SchutzWird dich krästiglich behüten;

Was der Erde schaden kann,

Rührt den Himmel gar nicht an.